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CD-Besprechung

Cecilia Bartoli - Live in Italy

Arien von Caccini, Vivaldi, Mozart, Schubert, Viardot-Garcia, Berlioz, Bellini, Donizetti, Rossini, Montsalvatge, Bizet

Cecilia Bartoli - Live in Italy

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 01.12.01

Decca 074 104-9

1 DVD-Video • 1h 50min • 1998

Cecilia Bartoli bei ihrem konzertanten Auftritt in Vincenza im Sommer 1998 gefällt trotz einiger weniger Kameraverirrungen keineswegs weniger als auf den bisherigen Tonträgern. Doch ihre Begleitmusiker erreichen nicht die Qualitäten der Solistin. Bartolis Stilsicherheit bei Stücken, welche immerhin aus vier verschiedenen Jahrhunderten stammen, ihre schauspielerischen, mimischen Fähigkeiten und ihr Gefühl für den stets optimalen musikalischen Puls sind einige ihrer Tugenden. Ganz gleich, ob sie Caccini oder Bizet, Vivaldi oder Viardot, Schubert oder Händel vorträgt (vgl. auch »Klassik heute« 12/2000, S. 6 ff. ). Zu Beginn des Konzertes klingt die Stimme noch etwas hauchig, doch allerspätestens bei Händel (Tr. 5) geht einem der Gesang, sinnvoll und sinnlich, unter die Haut, wie es stärker kaum sein könnte. Die Begleitung der Stücke aus dem frühen und späten Barock durch die Sonatori wünscht man sich noch etwas sprühender, engagierter, sprechender und mitunter drastischer .

Bei Repertoire ab Mozart tritt seit einigen Jahren Jean-Yves Thibaudet auch als Klavierbegleiter in Erscheinung - ein versierter Pianist, hier aber in mancherlei Hinsicht enttäuschend, und das nicht nur klanglich-gestisch. Emotional bleibt der Steinway, der in der Höhe untypisch karg klingt, unausgeschöpft, flach und ohne Belang (Tr. 29). Die Harmonik wird in ihren Fluktuationen nicht begriffen und bleibt unprofiliert (Bellini, G. Giordani); pianistisch besser getroffen werden Montsalvatges perkussive Cancion (Nr. 5) und Donizetti-Klavierauszüge, während man sich in den Rossini-Partien orchestralen Zugriff à la Katsaris wünscht. Schubert begleiten heute Pianisten wie Laux oder Eisenlohr (Schubert-Edition bei Naxos) durchdachter und vielschichtiger.

Dr. Matthias Thiemel [01.12.2001]

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Cecilia Bartoli Mezzosopran
Jean-Yves Thibaudet Klavier
Sonatori de la Gioiosa Marca Orchester
 
074 104-9;0044007410493

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