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Drei Teilnehmer – drei Gewinner

Finale im Fach Oboe beim Musikwettbewerb der ARD

Thomas Huthinson

Thomas Huthinson
Foto: D.Delang, BR

Beim gestrigen letzten Finale des Musikwettbewerbs der ARD präsentierten sich eine junge Oboistin und zwei Oboisten zusammen mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Michael Francis mit dem Konzert für Oboe und Orchester von Richard Strauss. Alle drei Teilnehmer hatten in den Vorrunden und im Semifinale bereits viel Potential und ausdrucksvolles Spiel gezeigt, so dass die Chancen auf einen der begehrten Preise von Beginn an gut standen.

Thomas Hutchinson aus Neuseeland war der erste Solist und spielte das reizvolle Konzert, eine Säule des Repertoires, mit Geschmack und sicherer Technik. Man hörte eine geschmeidige, bis ins Detail wohlklingende Interpretation. Auch der Südkoreaner Kyeong Ham verfügt über einen vollen, runden und individuellen Ton – elegant, schwärmerisch und virtuos. Man war geneigt, in ihm bereits den Empfänger des 1. Preises zu sehen. Nach er Pause gab es dann nochmals Anlass zur Freude, denn von Juliana Koch war eine besonders gelungene, bläserisch vollkommende und ausgewogene Interpretation des Konzerts zu hören. Ihre gestalterische Spannweite zeigte sich auch im differenziert ausgekosteten Zusammenspiel mit dem Orchester und ließ das Konzert geradezu in hellem Licht erstrahlen. Lang anhaltender Beifall und der Publikumspreis belohnten ihre Darbietung.

Dass die Jury nicht unbedingt einen ersten Preis vergeben würde, war fast anzunehmen. Seit Heinz Holligers Zeiten (1961) ist dies ohnehin nur noch zwei Mal vorgekommen. Und so überraschte es auch kaum, dass die Jury sich zu dem „Kunstgriff“ entschied, allen drei Finalisten einen 2. Preis zu verleihen. Man mag dies bedauern – der Freude über diese Auszeichnung bei den Beteiligten selbst tut dies sicher keinen Abbruch.

Am 13., 14. und 15. September stellen sich die Preisträger des Wettbewerbs in den Abschlusskonzerten nochmals dem Publikum vor – dann völlig berfeit von Druck und Nervenanspannung der Wettbewerbssituation.

Marie-Luise v. Schuckmann [11.9.2017]

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