Der Schweizer Organist Andreas Jetter ist ein Mann für die ganz dicken Bretter: nachdem er das Orgelwerk von Franz Schmidt aufgenommen hat, widmet sich auf dieser CD nun zwei Orgelsonaten von Hans Fährmann, wie Schmidt spätromantische Kost, aber mit deutlich konservativerem Zuschnitt. Überspitzt formuliert müsste man bei Fährmann eigentlich von einem Zu-Spätromantiker sprechen, denn während die Tonalität schon munter in Auflösung begriffen war, huldigte er einem romantischen Stilideal – das allerdings durchaus originell, wie Jetter mit den beiden hier eingespielten Sonaten beweist. Die dreisätzige sechste und die viersätzige siebte Orgelsonate zeigen einen Komponisten, der einen durchaus individuellen Stil an den Tag legt und ebenso ungewöhnliche wie überzeugende Lösungen findet.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Neue Position für Adrian Kiedrowski
Er wird zur Saison 2026/2027 neuer Orchestermanager der Deutschen Radio Philharmonie (DRP)
Adrian Kiedrowski, Foto: Carsten Friedebach
Adrian Kiedrowski wird zur Saison 2026/2027 neuer Orchestermanager der Deutschen Radio Philharmonie (DRP) Saarbrücken Kaiserslautern, dem gemeinsamen Rundfunksinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks und des Südwestrundfunks. Er tritt damit die Nachfolge von Maria Grätzel an, die das Orchester seit Mai 2019 leitete und am 31. Juli dieses Jahres in den Ruhestand geht. Kiedrowski hat einen Fünf-Jahres-Vertrag. Der Verwaltungsrat des Saarländischen Rundfunks hatte einem entsprechenden Personalvorschlag von SR-Intendant Martin Grasmück im Einvernehmen mit dem SWR einstimmig zugestimmt. Zuvor hatte sich bereits das DRP-Kuratorium für Kiedrowski entschieden. [24.05.2026]
Joyce DiDonato in "Emily - No Prisoner Be", Foto: Bregenzer Festspiele / Anja Koehler
Die Bregenzer Festspiele sind bei der 14. Ausgabe des Österreichischen Musiktheaterpreises 2026 in zwei Kategorien nominiert. Die Verleihung findet am 8. September 2026 in der Wiener Votivkirche statt. Beste Ur- / Erstaufführung Emily - No Prisoner Be Beste Nebenrolle (männlich). [24.05.2026]
Auftakt für die neue Intendanz von Bernadette Sonnenbichler
Bernadette Sonnenbichler, Foto: Thomas Rabsch
Mit der Spielzeit 2026/27 übernimmt Bernadette Sonnenbichler die Intendanz am Theater & Orchester Heidelberg und stellte am Donnerstag, den 21. Mai gemeinsam mit dem neuen künstlerischen Leitungsteam die erste Saison vor. Die neue Intendanz setzt auf künstlerisch profilierte Handschriften, ein offenes, partizipatives und international ausgerichtetes Theater, das sich für die Stadtgesellschaft öffnet. [24.05.2026]
(v.l.n.r.) Johannes Honsig-Erlenburg, Internationale Stiftung Mozarteum und Mozartwochenintendant Rolando Villazon. Foto: Wolfgang Lienbacher
Mozart & "Mozarts" – dieses Motto umspielt die Mozartwoche 27 und bringt Wolfgang Amadé mit Komponistenkollegen zusammen, die als "andere Mozarts" gefeiert werden. Der Ruhm Mozarts strahlte früh so hell, dass andere Komponisten gerne so tituliert wurden. Solche Beinamen waren damals in erster Linie ein publikumstaugliches Gütesiegel: Wer mit Mozart in Verbindung gebracht wurde, musste außergewöhnlich sein! Im dichten Konzertprogramm der Mozartwoche 27 finden sich nun zahlreiche heute selten aufgeführte Werke dieser "Mozarts" und laden zu spannenden Dialogen zwischen Mozart und den "Mozarts" ein. Darunter ist Juan Crisóstomo de Arriaga, der als "spanischer Mozart" galt; Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges wurde als "Mozart der Karibik" bezeichnet, Joseph Martin Kraus als "schwedischer Mozart", François Devienne wurde der "französische Mozart" genannt und Josef Mysliveček der Spitzname "böhmischer Mozart" verliehen. [23.05.2026]
Diskurs in der Philharmonie vom 28. Mai auf 25. Juni verschoben
»Goodbye Amerika? Die USA und Deutschland – eine Partnerschaft in der Beziehungskrise«
Berliner Philharmonie, Foto: Heribert Schindler
eider muss der ehemalige Bundesaußenminister Joschka Fischer seine Teilnahme am geplanten Diskurs in der Berliner Philharmonie aus persönlichen Gründen absagen. Die für den 28. Mai 2026 angekündigte Veranstaltung mit der ZEIT-Journalistin Rieke Havertz zum Thema »Goodbye Amerika? Die USA und Deutschland – eine Partnerschaft in der Beziehungskrise« findet stattdessen am 25. Juni 2026 um 20 Uhr unverändert statt. [23.05.2026]
dass die Kammermusik in Joseph Haydns Œuvre mit 278 Werken den größten Anteil hat? Daneben schuf er u.a. 108 Sinfonien, 24 Opern, 14 Messen, 52 Klavierwerke und über 250 Lieder.
„...“
Einzelnes an meiner Operette «Der Opernball» wollte nicht recht werden – namentlich die Nummer, die das meiste zum Erfolg des Stückes beitrug: das Duett «Im Chambre séparée». Ich hatte dieses Stück zehn, zwanzig-, dreissigmal entworfen, mehrmals auch ganz ausgeführt. Ich war stets unzufrieden. Endlich – an einem entsetzlich heissen Sommertag – schrieb ich in ein paar Minuten das Duett hin, wie es steht.