Gottes Wille meint es gut Complete Cantatas for Tenor and Bass
cpo 1 CD 555 785-2
Zu Lebzeiten hoch angesehen – er war sogar als Thomaskantor in Leipzig im Gespräch –, spielte Christoph Graupner (1683-1760) später in der Musikgeschichte nur eine marginale Rolle. Erst in jüngster Zeit erlebte sein reichhaltiges Œuvre eine kleine Renaissance, an der das von dem Sänger Dominik Wörner gegründete Kirchheimer BachConsort einen wesentlichen Anteil hat. Seit 2017 finden im pfälzischen Kirchheim regelmäßige Wiederaufführungen seiner Kantaten statt, die vom SWR aufgezeichnet und von cpo auf CD dokumentiert werden. Die bisherigen Veröffentlichungen haben in der Fachpresse einhellige Zustimmung gefunden. Die neueste Folge mit allen sechs Kantaten für Tenor und Bass bestätigt die hohe Qualität von Graupners Musik und ihrer engagierten Interpreten.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Anastasia Kobekina als Solistin bei den Festival Strings Lucerne
Schweizer Erstaufführung der Symphonie für kleines Orchester D-Dur von Ethel Smyth
Anastasia Kobekina, Foto: Julia Altukhova
Die Festival Strings Lucerne und Anastasia Kobekina standen bereits gemeinsam auf der Bühne. Bei einer «Spanischen Nacht» im Rahmen des Rheingau Musik Festivals sorgte die Cellistin zusammen mit dem Orchester für Begeisterungsstürme beim Publikum. Seither hat sich Anastasia Kobekina als eine der spannendsten Künstlerinnen ihrer Generation im Konzertbetrieb etabliert. Das Solowerk des Abends ist Edward Elgars Cellokonzert e-Moll op. 85. Elgars Konzert verlangt vom Solisten oder der Solistin neben technischer Souveränität erzählerische Tiefe: perfekt für die gefeierte junge Cellistin. [04.06.2026]
Inszenierung von Mariame Clément - die Titelpartie übernimmt die griechische Sopranistin Melissa Zgouridi
Regisseurin Mariame Clément, Foto: Bregenzer Festspiele / Karl Forster
In wenigen Tagen beginnen die Proben für die Oper im Festspielhaus 2026, Leoš Janáčeks Die Ausflüge des Herrn Brouček. Gleichzeitig werfen die Bregenzer Festspiele einen Blick in die Zukunft: Im Festspielhaus ist 2027 Othmar Schoecks spätromantisch-expressionistischer Operneinakter Penthesilea nach Heinrich von Kleists gleichnamigem Trauerspiel zu sehen. Im Jahr des 250. Geburtstags des Dichters bringt das Festival das selten gespielte Werk neu auf die Bühne. Premiere ist am 21. Juli 2027. Am 22. Juli 2027 folgt die Wiederaufnahme von Giuseppe Verdis La traviata auf der Seebühne. [04.06.2026]
Alexander Malofeev ist in der Kategorie Nachwuchskünstler nominiert. Foto: Liudmila Malofeeva
Die Jury des OPUS KLASSIK hat in allen Preiskategorien die Shortlists für das Jahr 2026 veröffentlicht. Mehr als 680 Einreichungen – ein neuer Rekord in der achtjährigen Historie des Musikpreises – spiegeln die beeindruckende Vielfalt, Dynamik und Aktualität der klassischen Musikszene wider. Aus einem breiten Spektrum hat die unabhängige Jury eine Auswahl herausragender Künstlerinnen und Künstler, Ensembles und Projekte nominiert, die nun Aussicht auf eine Auszeichnung mit der begehrten OPUS-Trophäe haben. Die Verleihung des OPUS KLASSIK 2026 findet am 11. und 12. Oktober 2026 in Berlin statt. [04.06.2026]
Richard-Strauss-Tage Garmisch-Partenkirchen (6.-14. Juni 2026)
Vokale Raritäten und eine Salome in neuem Gewand
Als Zentrum einer authentischen Strausspflege bietet Garmisch-Partenkirchen eine Atmosphäre, die sich von anderen Strauss-Orten abhebt und die Werkstattluft des Komponisten auf besondere Weise spüren lässt. Am Ort seines Schaffens wird das Werk des Komponisten bewahrt und bei den Richard-Strauss-Tagen seit 1989 in aufregenden thematischen Verknüpfungen stets neu beleuchtet. Die Verbundenheit mit alpiner Natur und regionaler Kultur schafft zudem eine einzigartige Atmosphäre: Klassische Musik auf höchstem Niveau unter den Gipfeln derjenigen Berge, die für Strauss Inspiration und Heimat waren – vom 6. bis 14. Juni 2026. [04.06.2026]
Am 4. Juni 2026 feiert die italienische Mezzosopranistin Cecilia Bartoli ihren 60. Geburtstag. Der Stern der jungen Römerin ging komentengleich auf, als sie 1985 in Rom ihr Debüt als Rosina im Rossinis Barbiere di Siviglia gab. Es folgten Partien wie Cenerentola und L'Italiana in Algeri, Haydns Armida und Mozarts Zerlina in Don Giovanni. Bereits ab 1988 nahm sie ihre Glanzpartien für Decca auf, erweiterte langsam und sorgfältig ihr Repertoire und arbeitete mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Daniel Barenboim, Riccardo Muti, Claudio Abbado und James Levine.
dass Beethovens berühmte Bagatelle "Für Elise" vermutlich "Für Therese" gedacht war? Therese von Malfatti war die Tochter eines Wiener Arztes, für die sich Beethoven 1808 erwärmt hatte. Die Widmung wurde wegen Beethovens unleserlicher Handschrift einfach falsch entziffert.
„...“
Es wird so viel über Musik gesprochen und so wenig gesagt. Ich glaube überhaupt, die Worte reichen nicht hin dazu, und fände ich, dass sie hinreichten, so würde ich am Ende gar keine Musik mehr machen.