Gudmundsen-Holmgreen • Lorentzen • Worsaae Jakob Bloch Jespersen bass-baritone • Peter Navarro-Alonso organ
OUR Recordings 1 CD 8.226935
Die Orgel in der evangelisch-lutherischen Erlöserkirche (Vor Freisers Kirke) in Kopenhagen, vor mehr als dreihundert Jahren erbaut, ist nicht nur eine Sehens-, sondern auch eine Hörens-würdigkeit der dänischen Hauptstadt. Sie erstreckt sich über drei Stockwerke und wird von zwei Elefanten getragen. Das Gehäuse besteht aus Holz, das Instrument hat 59 Register (ca. 4000 Pfeifen) auf vier Manualen. Der dort derzeit amtierende Organist Peter Navarro-Alonso führt, unterstützt von dem Sänger Jakob Bloch Jespersen, die Klangmöglichkeiten dieser Orgel anhand dreier Werke jüngerer dänischer Provenienz beeindruckend vor.
Jakob Bloch Jespersen (Bass)
Peter Navarro-Alonso (Orgel)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Auszeichnung für Mezzosopranistin Marlen Bieber
Sie erhält Konzert-Stipendium des Deutschen Musikwettbewerbs
Marlen Bieber, Foto: Kati Hilmer
In der vergangenen Woche wurden in der Beethovenhalle Bonn die Preisträger und Stipendiaten des Deutschen Musikwettbewerbs 2026 bekannt gegeben. Die Mezzosopranistin Marlen Bieber erreichte das Finale des Wettbewerbs und wurde mit einem Konzertstipendium ausgezeichnet. Der Deutsche Musikwettbewerb (DMW), 1975 vom Deutschen Musikrat gegründet, richtet sich an professionelle Musiker von 18 bis 30 Jahren und wird jährlich für verschiedene Solo- und Kammermusikbesetzungen sowie für Komposition ausgeschrieben. Der Wettbewerb geht über vier Runden und beinhaltet, ein selbst konzipiertes Programm zu präsentieren. [04.04.2026]
Feierlichen Wiedereröffnung der Bühnen am Offenbachplatz
Die Oper Köln und das Gürzenich-Orchester kehren im September in ihr Stammhaus zurück
Diana Damrau, Foto: Michel Tammaro
Mit einer feierlichen Wiedereröffnung der Bühnen am Offenbachplatz kehrt die Oper Köln gemeinsam mit dem Gürzenich-Orchester im September 2026 endlich in ihre traditionsreiche Stammspielstätte im Herzen der Stadt zurück. Damit endet die langjährige Interimszeit in verschiedenen provisorischen Spielstätten; das architektonisch ikonische Gebäudeensemble präsentiert sich nach umfassender Sanierung als eines der modernsten Opernhäuser Europas. Im Zuge der Modernisierung wurde das Haus auf den neuesten Stand der Bühnen- und Gebäudetechnik gehoben. [04.04.2026]
Beate & Josef Gilgenreiner übergeben das Festival in junge Hände
Beate und Josef Gilgenreiner, Foto: Irmgard Tralmer
Seit 2015 führen Beate und Josef Gilgenreiner mit großer Freude und Leidenschaft durch das Festival Klassiktage Ammergauer Alpen. Zehn Jahre voller unvergesslicher Momente, spannender Konzerte, lebendiger Akademien, inspirierender Ausstellungen und kreativer Kinderworkshops liegen hinter ihnen und dem Publikum – eine Zeit, mit einer ganz besonderen familiären Atmosphäre, die weit über die Musik hinausging. Nun ist für Beate und Josef Gilgenreiner der richtige Moment gekommen, das Festival in junge Hände zu legen. [03.04.2026]
Am 22. April bringt das Reussische Kammerorchester in Gera Aziza Sadikovas Konzert für zwei Kontrabässe und Kammerorchester zur Uraufführung. In dem neuen Werk reflektiert die Komponistin die krisenhafte Weltlage unserer unmittelbaren Gegenwart. Der Gattung des Konzertes widmet sich die Komponistin Aziza Sadikova mit besonderer Leidenschaft. In ihrem neuen Konzert für zwei Kontrabässe und Kammerorchester geht es um Gefühle, die die Kriege dieser Welt im Inneren der Menschen auslösen. [02.04.2026]
Auch das Jahr 2025 hat wieder zahlreiche empfehlenswerte Einspielungen hervorgebracht. Alle "CDs der Woche" und alle "Klassik Heute-Empfehlungen" finden Sie aufgelistet unter dem Menüpunkt "Medien -> Empfehlungen". Außerdem haben wir wieder eine Best of-Liste mit 30 Einspielungen des Jahres 2025 zusammengestellt, die unsere Rezensenten persönlich ganz besonders beeindruckt haben - besser geht's nicht!
Lines of Life
Schubert & Kurtág Benjamin Appl
Alpha Classics 1 CD 1145
György Kurtág feiert im Februar 2026 seinen 100. Geburtstag. Benjamin Appl präsentiert dessen größtenteils unbegleitete Hölderlin-Gesänge sowie weitere Lieder des grandiosen Miniaturisten mitreißend und mit kongenialem Einfühlungsvermögen. Passend dazu gibt es noch Schubert und Brahms, alles perfekt begleitet. Ein guter Startpunkt für eine Beschäftigung mit der Musik des Jubilars.
Dietrich Buxtehude sei als Komponist von Membra Jesu Christi „die Ruhe selbst, ein Meister der Versenkung, ein Anti-Dramatiker“, urteilt Peter Uehling im Booklet dieser Aufnahme. Nun kann man diese Passionsmusik, die den Leib Christi Teil für Teil musikalisch vermisst, trotzdem dramatisch musizieren – oder sie in der benannten Ruhe belassen. Gregor Meyer geht mit seiner Opella Musica einen Mittelweg: Eine betrachtende Ruhe liegt durchweg über dieser Aufnahme – aber es ist eine schmerzlich bewegte Ruhe.
dass die Berliner Philharmoniker aus einer Abspaltung der Kapelle des aus Schlesien stammenden Dirigenten Benjamin Bilse hervor gingen, dessen 1867 gegründetes Orchester vor allem Unterhaltungsmusik in Lokalen spielte? Die neue Formation, die sich "Frühere Bilsesche Kapelle" nannte, wurde erst am 1. Mai 1882 in "Berliner Philharmonisches Orchester" umbenant.
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Wer die Musik liebt, kann nie ganz unglücklich werden.