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CD-Besprechung

Franz Schubert

Klaviersonate D 784. D 664. D 845

Ars Produktion ARS 38 312

1 CD • 78min • 2020

16.04.2021

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Drei gewichtige Klaviersonaten von Franz Schubert hat sich die Pianistin Elena Margolina vorgenommen: zwei Mal a-Moll (Nr. 14, D 704 und Nr. 16, D 805) sowie ein Mal A-Dur (Nr. 13, D 664), wobei die Nr. 16 eindeutig die gewichtigste ist. Die ersten beiden Sätze sind sehr ausgedehnt, das Scherzo ist schon deutlich kürzer und das für Schubert‘sche Verhältnisse schon sehr heitere Finale nimmt sich im Vergleich zu den beiden ersten beiden Sätzen fast schon als Appendix aus. Hier ist von den sprichwörtlichen, aber längst nicht immer zutreffenden Schubert’schen Längen keine Spur, im Gegenteil. Hier, wie auch im Scherzo der gleichen Sonate, wirkt Schubert fast schon kurzweilig, jedenfalls, wenn man diese Musik so pointiert und gleichzeitig unaufgeregt wie Elena Margolina spielt. Gerade im Scherzo lässt sie den tänzerischen Impuls dieses Satzes immer wieder durchblitzen ohne ihn über Gebühr zu betonen.

Mit Weit- und Umsicht

Dieses musikalische Understatement wirkt umso nachhaltiger, als sie auch bei der Gestaltung der anderen beiden Sonaten Weit- und Umsicht an den Tag legt. Der Kopfsatz der 16. Sonate etwa oder auch jener der 14. Sonate, der vergleichbare Dimensionen aufweist, ist zwar lang, hat aber keine Längen. Margolinas Spiel wirkt abgeklärt aber nicht langweilig, im Gegenteil. Als Schubert-Interpretin erweist sich die Detmolder Professorin als Glücksgriff. Sie gestaltet „ihren“ Schubert mit langem Atem, einem differenzierten Zugriff und ohne irgendwelchen Schnickschnack. Man könnte diese Aufnahme wieder und wieder hören, eintönig würde es nie.

Guido Krawinkel [16.04.2021]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Franz Schubert
1Klaviersonate Nr. 14 a-Moll op. 143 D 784 00:22:40
4Klaviersonate Nr. 13 A-Dur D 664 op. posth. 120 00:18:25
7Klaviersonate a-Moll op. 42 D 845 00:37:14

Interpreten der Einspielung

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