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CD-Besprechung

Un moment musical chez les Schumann

Robert, Georg et Camillo Schumann

KLARTHE Records K093

1 CD • 65min • 2019

08.05.2020

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Diese CD ist drei Komponisten mit Namen Schumann gewidmet: Einmal Robert und zwei – leider – gänzlich unbekannten: Camillo Schumann (1872–1946) und seinem älterer Bruder Georg (1866–1952). Letztere mit Robert nicht verwandt aber, wie ihr Namensvetter, aus Sachsen. Dass die beiden Brüder in Vergessenheit geraten sind verwundert nicht: Sie schrieben wunderschöne Musik… aber zum falschen Zeitpunkt.

Entdeckungen der Gebrüder Schumann

Camillos erste von drei Cellosonaten und Georgs einziges Exemplar dieser Gattung sind hochromantische Werke im Stile eines Max Bruch oder Friedrich Gernsheim… welche beide, obwohl eine knappe Generation älter, auch schon zu Lebzeiten darunter litten, als ungenügend modern wahrgenommen zu werden. Ein Jahrhundert später muss uns dass nicht kümmern – es bleibt allein die Frage: Ist die Musik hörenswert? Und die Aufnahme von Cyrielle Golin und Antoine Mourlas beantwortet das mit einem lauten, klaren, enthusiastischen „Ja!“

Die Fünf Stücke im Volkston vom berühmten Robert sind feine, oft aufgenommene aber trotzdem nicht so bekannte Werke. Hübsch und überraschend, weil sie eigentlich – obwohl ein halbes Jahrhundert vor den anderen Werken komponiert, kaum älter klingen. Wie Golin und Mourlas an das Stück herangehen, gefällt aufgrund ihrer Energie und Vitalität. Das klingt sogar besser als bei den sehr ziselierenden Maisky und Argerich (Decca). Und doch fallen die Fünf Stücke hier fast ab, im Vergleich, zu den beiden folgenden Sonaten.

Konkurrenzlos und gut

In der halligen, generösen, etwas schönenden Akkustik klingen diese nämlich großartig: Golins sonorer, legato-freudiger und ruhiger Ton in der Sonate op. 19 von Georg Schumann geht dabei sogar in Richtung Pierre Fournier. Mourlas ist zwar durchwegs in der Begleiterrolle, aber er macht das sehr gut, dynamisch flexibel und unaufdringlich. Bei Georg Schumann sind die beiden Künstler geradezu konkurrenzlos; bei Camillo müssen sie sich in keiner Weise vor Maria Kliegel und Francesco Piemontesi (Naxos) verstecken. Eine wunderbare Entdeckung!

Jens F. Laurson [08.05.2020]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Camillo Schumann
1Sonate Nr. 1 op. 59 für Violoncello und Klavier 00:22:37
Robert Schumann
4Fünf Stücke im Volkston op. 102 für Violoncello und Klavier 00:16:12
Georg Schumann
9Sonate e-Moll op. 19 für Violoncello und Klavier (Professor Hugo Becker gewidmet) 00:30:50

Interpreten der Einspielung

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