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CD-Besprechung

Johann Evangelist Brandl

Symphonies op. 12 & op. 25

Johann Evangelist Brandl

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 05.02.18

cpo 555 157-2

1 CD • 54min • 2017

Er war ein Komponist zwischen den Stilen: Johann Evangelist Brandl. Geiger, Hofkapellmeister und Freimaurer mit einer Vorliebe für das Fagott, zumindest in vielen seiner kammermusikalischen Werke, in denen dieses Instrument immer wieder eine besondere Rolle spielt. Das hört sich ein bisschen kurios an und tatsächlich hat nicht jedem damaligen Kritiker Brandls Musik gefallen, nicht zuletzt, weil er entgegen den üblichen Konventionen auch zu manch harmonischer Kühnheit neigte.

Durch seine Lebensspanne ist Brandl genau zwischen die Fronten der ausgehenden Klassik und der aufkommenden Frühromantik geraten, vielleicht ein Grund für seine musikalischen Kühnheiten - galt es doch alte Pfade zu verlassen und neue Wege zu suchen und sich dabei als Komponist auch noch individuell zu profilieren. Dennoch, die Musik gefällt, ist gefällig, überrascht aber ein aufs andere Mal mit unerwarteten Wendungen und originellen Einfällen, auch wenn manches zuweilen durchaus etwas nach spätem Mozart oder frühem Mendelssohn klingt. Sei’s drum, Brandl war ein großer Kleinmeister, der das Pech hatte, zur Unzeit zwischen den Zeiten zu leben.

Die Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz hat zwei der Symphonien Brandls, nämlich jene in D-Dur op. 25 und in Es-Dur op. 12, eingespielt. Unter der Leitung von Kevin Griffiths widmet man sich dieser Musik mit gediegener Solidität: es wird auf höchstem Niveau sauber, adrett und gelegentlich sogar mit Esprit musiziert. Es gibt keine überzogenen Tempi, alles ist makellos intoniert und blitzsauber gespielt. Fast zu sauber und zu adrett vielleicht, ein bisschen mehr Risikobereitschaft und Elastizität hätten hier und da nicht geschadet. So wirkt alles recht nett und schön, doch eben auch etwas brav und bieder. Trotz des unbestrittenen Niveaus bleibt der Gesamteindruck somit blasser, als er hätte sein müssen. An der Qualität der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz kann es nicht liegen, die ist unbestritten. Nur etwas mehr Temperament hätte man durchaus an den Tag legen können.

Guido Krawinkel [05.02.2018]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J.E. Brandl Sinfonie D-Dur op. 25 00:26:04
5 Sinfonie Es-Dur op. 12 00:28:03

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Orchester
Kevin Griffiths Dirigent
 
555 157-2;0761203515721

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