Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Heinrich Finck

Missa super Ave praeclara • Sacred Works

Heinrich Finck

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 10.11.16

Klassik Heute
Empfehlung

label_928.jpg
→ Katalog und Neuheiten

cpo 555 066-2

1 CD • 60min • 2007

Heinrich Finck, 1444 oder 1445 vermutlich in Bamberg geboren und 1527 in Wien gestorben, wurde zu Lebzeiten in eine Reihe mit Zeitgenossen wie Johannes Ockeghem, Jacob Obrecht und Josquin Desprez gestellt. Verglichen mit solchen Großmeistern der Musikgeschichte ist diesem deutschen Komponisten bisher eine seiner musikgeschichtlichen Bedeutung entsprechende Würdigung auf dem Tonträgermarkt versagt geblieben. Umso schöner, dass die vorliegende Veröffentlichung mit einem breit angelegten Programm geistlicher Musik und zwei weltlichen Liedern der Kunst dieses Meisters eine umfassende Würdigung zuteil werden läßt.

Die Stationen seines künstlerischen Wirkens waren der polnische Königshof in Warschau und der herzoglich württembergische Hof in Stuttgart, danach Salzburg und schließlich Anstellungen bei den Kaisern Maximilian I. und Ferdinand I. in Wien. Auch der in Fragen der Musik überaus kundige Martin Luther rechnete Finck zu den besten Komponisten seiner Zeit.

Die Auswahl der Werke auf dieser CD beleuchten einen breiten Horizont des leider nur spärlich überlieferten Schaffens dieses Komponisten: Mit einer Messe, einem Magnificat, zwei Motetten (wovon die groß angelegte Passionsmotette O Domine Jesu Christe Geltung als ein herausragendes Werk der Musik seiner Zeit beanspruchen darf) und zwei weltlichen Liedern porträtiert die Josquin Capella unter ihrem Leiter Meinolf Brüser diesen Meister in so überzeugender und eindringlicher Weise, dass man sich fragen muss, wie es möglich war, dass die Musik eines Komponisten von solchem Rang so lange dazu verurteilt war, in den Archiven zu schlummern.

Die zwei weltlichen Kompositionen Heinrich Fincks am Ende dieses Porträts führen eindrucksvoll vor, dass sich seine Meisterschaft sich nicht ausschließlich auf die Sphäre der geistlichen Musik beschränkte.

Detmar Huchting [10.11.2016]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 H. Finck Missa super Ave praeclara (Ausschnitte) 00:20:55
5 Magnificat octavi toni 00:08:49
6 Veni sancte spiritus 00:04:24
7 O Domine Jesu Christe 00:12:29
8 Hab's ie getan (Deutsches Lied) 00:03:42
9 Ich stund an einem Morgen (Deutsches Lied) 00:08:48

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Josquin Capella Chor
Meinolf Brüser Dirigent
 
555 066-2;0761203506620

Bestellen bei jpc

label_928.jpg
→ Katalog und Neuheiten

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

Fröhliche Frühromantik für Fagottisten

Für das „große Finale“ hatten die Kandidaten die Auswahl zwischen dem mit der italienischen Oper kokettierenden Concertino von Bernhard Crusell und einem der beiden größer dimensionierten Konzerte von Carl Maria von Weber oder Johann Nepomuk Hummel.

→ weiter...

Faszinierende Cellisten

Im Finale der Cellisten begeisterten gestern die drei Teilnehmer, die mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung der Dirigentin Eun Sun Kim die Cellokonzerte von Robert Schumann und Dmitrij Schostakowitsch aufführten.

→ weiter...

Clarté und Geräusch

Das Semifinale der Fagottisten nutzte die Jury, um die stilistische Wandelbarkeit der Teilnehmer zu durchleuchten, denn neben dem in allen Orchestervorspielen obligatorischen Konzert B-Dur KV 191 – ohne Dirigent – des 18jährigen Mozart im Galanten Stil der 1770er Jahre waren die Avantgarde-Kunststücke der Auftragskomposition von Milica Djordjevic zu bewältigen.

→ weiter...

Neue CD-Besprechungen

1825
Gustav Mahler
Favourites
C.P.E. Bach
Organ Music for the Synagogue

Neue CD-Veröffentlichungen

Heino Eller
Carl Czerny
Jalbert | Bach | Pärt | Vasks
Beethoven

CD der Woche

tr!jo sonaten

tr!jo sonaten

Die dreistimmige Sonate, bestehend aus 1. und 2. Stimme sowie Basso continuo, wurde unter dem Namen „Triosonate“ oder schlicht „Trio“ zu einer der ...

Weitere 67 Themen

Heute im Label-Fokus

Sinus

Kathedrale Segovia
Daroca
Nicolas-Antoine Lebègue<br />Orgelwerke
Uranienborg

→ Infos und Highlights

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

901

Texte

→ mehr Zahlen und Infos

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc
ARD-Wettbewerb 2019