Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Diaghilev

Les Ballets Russes Vol. X

Diaghilev

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 20.09.16

label_2736.jpg
→ Katalog und Neuheiten

SWRmusic SWR19020CD

1 CD • 78min • 2001, 2012

Die Serie der Ballets russes hat mir schon manche Kurzweil beschert, und das nicht etwa, weil hier die ganz exorbitanten, nie „dagewesensten” Interpretationen in „höchstkarätigsten” Aufnahmen zu hören gewesen wären, sondern weil sich um das thematische Zentrum eine Vielzahl schöner, auch in der Kopplung reizvoller Einspielungen schart, an denen mir immer eine besonders tänzerische Gangart aufgefallen war: Selbst der ausgewählte Till Eulenspiegel (Folge 6) passte so trefflich zwischen Pulcinella, Feuerwerk und La Valse, als hätten ihn Sylvain Cambreling und das SWR Sinfonieorchester seinerzeit eigens für diese Veröffentlichung aufgeführt.

Auch in der zehnten Folge wurden weder das Thema noch das sehr annehmbare musikalische Niveau verfehlt. Der Feuervogel erzählt seine Geschichte von den elastisch trabenden Fagotten der Introduktion bis hin zur Apotheose auf eine derart fesselnde, auch klanglich äußerst ansprechende Weise, dass die Momente, in denen man sich vielleicht eine etwas verführerische Geste wünschte, gegenüber der Gesamtleistung nicht ins Gewicht fallen und bei Szenen wie dem Zauberglockenspiel, dem Auftritt der monströsen Wächterfiguren und dem Höllentanz vollends vergessen sind.

Die gänzlich andere, parnassische Kühle des Apollon musagète, bereitet kein geringeres Vergnügen. Sei’s, dass die mal etwas wienerischen oder ländlerartigen Einschläge hinreichend ausgekostet sind, sei’s, dass man sich zu wiederholtesten Malen fragt, ob Fürst Igor seinen Musen etwa hier und da einen „Tea for two“ eingeschenkt hat – es ist bemerkenswert, wie prickelnd diese Musik sein kann, wenn ihrer anämischen Anfälligkeit durch einen kräftigen, stählernen Tonfall entgegengewirkt wird: Die Spannkraft steigt beträchtlich, ohne dass die charmant dahin trippelnden Musen darunter zu leiden hätten. Ein gelungenes, empfehlenswertes kleines Jubiläum.

Rasmus van Rijn [20.09.2016]

Bechsteinkonzert

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 I. Strawinsky L'Oiseau de feu 00:46:20
25 Apollon musagète 00:29:34

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg Orchester
Zoltán Peskó Dirigent
Gérard Korsten Dirigent
 
SWR19020CD;0747313902088

Bestellen bei jpc

label_2736.jpg
→ Katalog und Neuheiten

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc