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CD-Besprechung

A. Ljadow • S. Rachmaninow

BIS 1 CD/SACD stereo/surround 2071

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 06.11.15

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BIS 2071

1 CD/SACD stereo/surround • 71min • 2014

Offenbar schätzt man bei BIS das Langzeitgedächtnis des durchschnittlichen Kritikers auf etwa sechs Jahre. So lange nämlich ist es her, seit Lan Shui und das Symphonieorchester Singapur unter der SACD-Nummer 1712 ihre grandiose Sicht auf Sergej Rachmaninoffs zweite Symphonie herausbrachten und damit zumindest an dieser Stelle [Klassik Heute, Besprechung vom 11.02.2009] eine dreifache Zehn erhielten. Da ist natürlich eine weitere Auflage des gut einstündigen und alles andere als leicht zu bewältigenden Werkes unbedingt nötig, und das desto mehr, als Andrew Littons voriges Rachmaninoff-Paket (Virgin) nach einem Vierteljahrhundert Staub angesetzt hat.

Fatal ist nur, wenn das persönliche Interesse an der Tonkunst der allenthalben propagierten Vergesslichkeit nicht unterworfen ist und gerade die vorige BIS-Veröffentlichung der Symphonien nebst einigen Klavierkonzerten einen derart tiefen, dauerhaften Eindruck hinterlassen hat, dass schon ein Wunder nötig gewesen wäre, das phänomenale Niveau der „fernöstlichen” Zweiten zu erreichen. Und dieses Wunder fand nicht statt. Die Philharmoniker aus Bergen setzen die Noten tadellos um, Litton gibt sich große Mühe, die unendlich weiten Bögen mit seinem Taktstock zu stützen – doch insgesamt fehlt jene Einsicht in das organische Wachstum des Werkes, dessen unendlich feine, geschmeidige Verästelungen und Verknüpfungen gerade die wirkliche, bleibende Bereicherung ausmachen. So kommt es denn in den Ecksätzen zu mancherlei Einbrüchen, und auch in relativ harmlos scheinenden Phasen erkennen wir durch das Fehlen der gebührlichen Eleganz die Gefahren, die man weiland in Singapur souverän gemeistert hatte: Der Rückweg des Trios zu den klingenscharfen Rhythmen des Scherzo-Teils etwa ist solch eine heikle kleine Strecke, in der sich Spreu und Weizen hurtig voneinander trennen lassen ...

Die Zugabe indes, das gestehe ich mit uneingeschränkter Freude, hat man in Bergen exquisit musiziert: Die schillernde, lockende Magie des Zaubersees ist fürwahr betörend und beschert am Ende doch noch ein kleines Wunder.

Rasmus van Rijn [06.11.2015]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 S. Rachmaninow Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27 01:03:15
5 A. Ljadow The enchanted lake op. 62 00:06:45

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Bergen Philharmonic Orchestra Orchester
Andrew Litton Dirigent
 
2071;7318599920719

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