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CD-Besprechung

Christopher Tye

In Nomine

Works for Recorder Consort

Christopher Tye

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 09.12.15

Klassik Heute
Empfehlung

cpo 777 897-2

1 CD • 62min • 2013

In nomine war eine im England des 16. und 17. Jahrhunderts äußerst beliebte Gattung von Instrumentalmusik, die auf eine Stelle des Benedictus aus John Taverners Messe Gloria tibi Trinitas zurückgeht. Ähnlich wie später John Dowlands berühmtes Motiv Flow my teares von vielen Komponisten aufgenommen und verarbeitet bzw. als Grundlage einer eigenen, neuen, meist kunstvoll polyphon gearbeiteten Fassung verwendet wurde, entstanden zahlreiche Kompositionen auf der Grundlage von Taverners In nomine-Motiv.

Die „Mutter“ all dieser Werke ist der vorliegenden Aufnahme wie eine Initiale vorangestellt. In der Folge erklingt eine reiche Auswahl an In nomine-Kompositionen von Taverners rund 15 Jahre jüngerem Landsmann Christopher Tye (ca. 1505 – ca. 1572). Wie schon bei Taverner liegen nur recht wenige Informationen zu Tyes Leben vor. Gesichert scheint sein Wirken als Master of the Choristers an der berühmten Kathedrale von Ely in Cambridgeshire zu sein. Sein kompositorisches Schaffen umfasst vor allem geistliche Vokalmusik, sowie einige Instrumentalwerke, darunter 21 In nomines. Neben einer Gesamtaufnahme dieser 4-6-stimmigen In nomines erklingen noch einige weitere Consortstücke des Komponisten.

Das Bremer Boreas-Blockflötenquartett erhielt seine Ausbildung in der Klasse Han Tols an der Bremer Hochschule der Künste. Zusammen mit ihrem ehemaligen Lehrer sind sie nun auf dieser CD zu hören (im einzigen sechsstimmigen Stück der Aufnahme ergänzt durch Annette John). Lupenreine Intonation, harmonischer Zusammenklang und Lebendigkeit des Musizierens sind das Resultat jahrelanger Erfahrung im Zusammenspiel, die man den Musikern unschwer anhören kann. Für die Aufnahme standen ein aus 13 Instrumenten bestehendes Blockflötenconsort des niederländischen Blockflötenbauers Peter van der Poel sowie zwei Subbassflöten Adriana Breukinks zur Verfügung. Diese Fülle spiegelt bereits die große Klangfarbenpalette wider, die der CD ihren besonderen Reiz verleiht. Der der Materie immanenten Gefahr von Gleichförmigkeit entgeht das Ensemble geschickt durch eine abwechslungsreiche Reihenfolge langsamer und rascher Stücke sowie durch den Einsatz vielfältiger Besetzungsvarianten. Die angenehme, den Instrumenten entsprechende Raumakustik sowie der gründliche Einführungstext von Angelika Moths rundet den ansprechenden Eindruck bestens ab.

Freunden von Renaissancemusik kann man diese Aufnahme uneingeschränkt empfehlen.

Heinz Braun [09.12.2015]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J. Taverner In nomine 00:02:02
2 Chr. Tye In nomine Reporte 00:01:34
3 J. Taverner In nomine Surrexit non est hic 00:02:20
4 Chr. Tye In nomine Crye 00:01:32
5 Dum transisset Sabbatum III 00:04:27
6 In nomine Howld fast 00:01:19
7 In nomine Seldom sene 00:01:35
8 In nomine Blamles 00:02:14
9 Laudes Deo 00:01:46
10 In nomine Rounde 00:01:56
11 In nomine à 4 00:02:05
12 In nomine Re la re 00:01:07
13 In nomine à 6 00:02:30
14 Christus resurgens 00:02:40
15 In nomine Free from all 00:01:30
16 In nomine Trust 00:01:54
17 In nomine Saye so 00:01:16
18 In nomine I come 00:01:30
19 Dum transisset Sabbatum II 00:04:18
20 In nomine My deathe bedde 00:02:35
21 In nomine Weepe no more Rachell 00:02:20
22 In nomine Rachel's Weepinge 00:02:25
23 Amavit eum Dominus 00:02:55
24 Rubum quem 00:00:53
25 In nomine Farewell my good 1, for ever 00:02:04
26 In nomine Follow me 00:02:15
27 In nomine Beleve me 00:01:54
28 In nomine à 5 00:02:25
29 O lux beata Trinitas 00:02:23

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Boreas Quartett Bremen Ensemble
 
777 897-2;0761203789726

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