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CD-Besprechung

Dmitri Hvorostovsky
The Bells of Dawn
Russian Sacred and Folk Songs

Dmitri Hvorostovsky<br />The Bells of Dawn<br />Russian Sacred and Folk Songs

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 27.11.14

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Ondine ODE 1238-2

1 CD • 64min • 2012

Während auf der Opernbühne die italienischen Partien seine Domäne sind, pflegt der Bariton Dmitri Hvorostovsky im Konzertsaal besonders das Liedgut seiner russischen Heimat. Bei der finnischen Firma Ondine, die zuvor seine Interpretationen von Liedern Rachmaninows, Mussorgskys, Tanejews und Tschaikowskys publiziert hatte, legt er nun sein drittes Album vor, das diesmal geistliche Gesänge und Volkslieder miteinander verbindet. Eine Kombination, die durchaus Sinn macht, da Einflüsse der Volksmusik in die Sakralmusik eingegangen sind, andererseits die Volkslieder eine teilweise archaische Strenge aufweisen, die religiöse Assoziationen wecken, auch wenn weltliche Themen behandelt werden.

Die sieben geistlichen Lieder stammen von Komponisten, die in der Übergangszeit vom Zarenreich zur Sowjetunion gewirkt haben, sich aber an alte Traditionen der russischen Sakralmusik anschließen. Da Musikinstrumente von jeher aus dem orthodoxen Gottesdienst verbannt waren, beschränken sie sich auf den a-cappella-Gesang im Wechsel von Solostimme und Chor. Damit werden höchst eindrucksvolle Wirkungen erzählt, und die „Masters of Choral Singing“ unter Lev Kontorovich erweisen sich tatsächlich als Meister ihres Faches, sind zu machtvoller Klangentfaltung ebenso fähig wie zum verhaltensten Pianissimo.

Sehr dankbar muß man sein, dass die Volkslieder hier nicht in süßlichen Arrangements (mit Balalaika etc.) präsentiert werden, sondern ebenfalls a cappella, wobei der Chor in begleitender Funktion mitunter das Orchester ersetzt. Mit den Romanzen von Aleksandr Varlamov und Elisaveta Shashina kommen zwei vergessene Komponisten der Ära Michail Glinkas zu Ehren; Georgy Sviridov war einer der beliebtesten Komponisten der Sowjetunion, seine Vertonung eines Gedichts von Alexander Puschkin gibt dem Album den Titel und schließt das Programm sehr reizvoll ab, mit einem Chorsopran-Solo für den Glockenklang.

Dmitri Hvorostovsky gestaltet die geistlichen Gesänge mit großen Klanggebärden und bassigen Stimmfarben, während er für die Volkslieder den geforderten elegischen Tonfall findet, Sentiment und Pathos zwar nicht scheut, aber dabei nie des Guten zu viel tut.

Ekkehard Pluta [27.11.2014]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 D. Hristov Praise the Name of the Lord 00:03:35
2 P. Chesnokov Blessed is the Man 00:03:26
3 Pre-Eternal Counsel 00:02:45
4 Hear My Prayer 00:07:14
5 From My Youth 00:02:43
6 Burmagin The Wise Thief 00:02:24
7 A. Arkhangelsy Symbol of Faith 00:05:34
8 A. Varlamov A Snowstorm Sweeps 00:02:35
9 Trad. They Do Not Let Masha 00:03:36
10 There Is Not One Path Through the Field 00:03:24
11 The Lonely Coach Bell 00:04:30
12 Farewell, My Joy 00:03:16
13 The Fog Has Fallen Onto the Field 00:03:42
14 E. Shashina I Walk My Path Alone 00:04:54
15 Trad. Oh, Night 00:04:27
16 G. Sviridov The Bells of Dawn 00:05:09

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Dmitri Hvorostovsky Bariton
Masters of Choral Singing Chor
Lev Kontorovich Dirigent
 
ODE 1238-2;0761195123829

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