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CD-Besprechung

R. Strauss

BIS 1 CD/SACD stereo/surround 1880

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 25.08.11

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BIS 1880

1 CD/SACD stereo/surround • 69min • 2010

Schier unübersehbar ist die Diskographie der symphonischen Dichtung Ein Heldenleben, die Richard Strauss dem Dirigenten Willem Mengelberg und dem Concertgebouw Orkest Amsterdam gewidmet hat und die er selbst am 3. März 1899 in Frankfurt herausbrachte. Nicht anders ist die Katalog-Situation im Falle der Vier letzten Lieder, deren Uraufführung unter Wilhelm Furtwängler mit der hochdramatischen Sopranistin Kirsten Flagstad am 22. Mai 1950 in London der Komponist nicht mehr erlebte.

Eine Repertoire-, gar eine Marktlücke schließt diese Neueinspielung beider Werke also ganz und gar nicht. Veröffentlichungen dieser Art dienen wohl in erster Linie dazu, dass sich Dirigenten, Solisten und Orchester gegenüber berühmten Vorgängern in Stellung bringen können. Das gelingt im vorliegenden Fall durchaus, ohne dass die Interpretationen neues Licht auf die viel gespielten und häufig aufgenommenen Werke werfen.

So angestrengt energiegeladen das überholte Klischee vom Pultdiktator bedienend, wie er sich auf dem Coverfoto präsentiert, dirigiert Yannik Nézet-Séguin die Rotterdamer Philharmoniker gottlob nicht. Zwar geht er im vierten Satz des Heldenlebens („Des Helden Walstatt“) mit dem Orchester in die Vollen („Der gewaltigste Kampf, der je mit musikalischen Mitteln gemalt wurde“, meinte der Strauss-Freund Romain Rolland), doch überwiegen ansonsten behaglicher Lyrismus und feine Orchesterkultur, von der auch der Violinsolist Igor Gruppman zeugt. Insgesamt hat das Musizieren eine eher einlullende als aufwühlende Wirkung.

Die Vier letzten Lieder werden vom Dirigenten und von der Solistin gleichsam als „Tod und Verklärung“ inszeniert und zelebriert. Im Orchester verschwimmen Farben und Formen und die Sängerin transformiert die Texte von Hesse und Eichendorff in Lautpartikel. Dabei sendet Dorothea Röschmanns ausgereifter, aber noch immer jugendfrischer Sopran tatsächlich einen „Gruß vom Himmel“ und der Hörer – so er für solche Verheißung empfänglich ist - hebt vom Boden ab und begibt sich in eine Art Nirwana.

Ekkehard Pluta [25.08.2011]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 R. Strauss Ein Heldenleben op. 40 (Sinfonische Dichtung) 00:46:58
7 Frühling (aus: Vier letzte Lieder op. 150) 00:03:16
8 September (aus: Vier letzte Lieder op. 150) 00:04:34
9 Beim Schlafengehen (aus: Vier letzte Lieder op. 150) 00:05:25
10 Im Abendrot (aus: Vier letzte Lieder op. 150) 00:07:49

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Dorothea Röschmann Sopran
Rotterdam Philharmonic Orchestra Orchester
Yannick Nézet-Séguin Dirigent
 
1880;7318599918808

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