Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

F. Mendelssohn Bartholdy

Tudor 1 CD 7154

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 15.12.10

Tudor 7154

1 CD • 62min • 2008, 2009

Diese CD sollte die Laudatio auf eine kammermusikalische Auswahl selten zu hörender Jugendwerke Mendelssohns sein. Dass ein derartiges, berechtigte Neugier erweckendes Raritäten-Programm auch seine Tücken entfalten kann, ist nicht unbedingt dem Komponisten anzulasten. Felix Mendelssohn Bartholdy hat die hier zu hörenden Beiträge im zarten Alter von elf bis fünfzehn Jahren komponiert, ihre besondere spieltechnische Herausforderungen liegen beim Pianisten. Offenbar lagen ihm die virtuosen Möglichkeiten des Tasteninstrumentes besonders am Herzen. Kein Wunder, denn als musikalisches Wunderkind wurde er seit dem vierten Lebensjahr von berufenen Pädagogen auf diesem Instrument unterrichtet und schon mit neun Jahren glänzte er in öffentlichen Aufführungen. Die Versuchung lag also nahe, im Rahmen der frühen Gehversuche als Komponist den Klavierpart mit allen Finessen auszustatten, oft auch mit jugendlichem Überschwang zu illuminieren.

Stellt sich ein Klaviervirtuose mit einer brillant funktionierenden Technik – wie man sie dem Pianisten Adrian Oetiker attestieren muss – solchen Herausforderungen, dann lauert zugleich die Gefahr artistischer Übertreibungen. Wer hier ein überzogenes Tempo ins Spiel bringt, riskiert den Verlust an Tiefgang, Ausdruck und „romantischer“ Jugendschwärmerei. Oetikers Musizierpartner wissen um die Ausgleichsfunktion ihrer Aufgabe als Solisten, Duo- oder Triopartner. Angesichts der auch akustischen Dominanz perlender Tastenkünste haben sie keinen leichten Stand, lassen aber am ehesten etwas vom Geist Mendelssohn Bartholdys spüren. Besonders eindrucksvoll zeigt sich Hariolf Schlichtig als Meister der Viola in der zu Recht an den Anfang gestellten c-Moll-Bratschensonate von 1824, während die vielfach ausgezeichnete Ana Chumachenko mit ihrem musikantisch inspirierten Geigenspiel im Trio für Violine, Viola und Klavier von 1820 besticht. Eduard Brunner als langjährig bewährter und international führender Soloklarinettist weiß dem vielleicht (kompositorisch) problematischsten Beitrag der vorliegenden Serie mit dem Andante-Mittelsatz von Mendelssohns Klarinettensonate (1824) ebenfalls ein Glanzlicht aufzusetzen: Beifall für sein „Lied ohne Worte“!

Dr. Gerhard Pätzig [15.12.2010]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 F. Mendelssohn Bartholdy Sonate c-Moll für Viola und Klavier 00:25:56
4 Sonate Es-Dur für Klarinette und Klavier 00:21:22
7 Trio c-Moll für Klavier, Violine und Viola 00:14:51

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Ana Chumachenko Violine
Hariolf Schlichtig Viola
Eduard Brunner Klarinette
Adrian Oetiker Klavier
 
7154;0812973011545

Bestellen bei jpc

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc