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CD-Besprechung

Schumann | Volkmann
Cello Concertos

Schumann | Volkmann<br />Cello Concertos

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 15.03.10

hänssler CLASSIC 98.594

1 CD • 70min • 2008

Das a-Moll-Konzert von Robert Volkmann ist ein Schmuckstück des an konzertanter Literatur nicht übermäßig reichen Cello-Repertoires. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war es außerordentlich beliebt und es ist nicht recht nachvollziehbar, weshalb man diesem dankbaren Werk - wie überhaupt dem an die 80 Opusnummern umfassenden Œuvre des Komponisten - heute im Konzert wie auf Tonträgern so selten begegnet. Volkmann, fünf Jahre jünger als Robert Schumann, wurde in Sachsen geboren und studierte in Leipzig. Seine Wahlheimat wurde Budapest, wo er bis zu seinem Tod 1883 an der von Franz Liszt geleiteten Musikakademie eine Professur für Komposition innehatte. Er galt als einer der populärsten deutschen Romantiker, dessen Orchester-, Kammer- und Vokalmusik weite Verbreitung fand.

Das Violoncellokonzert ist einsätzig konzipiert in der Form eines durchaus eigenwilligen Sonatensatzes, dessen Teile durch Kadenzen oder rezitativische Abschnitte getrennt sind. Es ist in einem balladesken Tonfall mit gelegentlichen dramatischen Akzenten gehalten, fern von aller biedermeierlichen Behaglichkeit, und besticht ebenso durch inspirierte Melodik wie durch virtuoses Passagenwerk. Der Cellist Peter Bruns weiß beides vollendet zu realisieren, sein nuancenreicher Ton, seine elegante Phrasierung und seine mühelose Geläufigkeit machen seine Wiedergabe zu einem reinen Genuss. Auch das Schumann-Konzert profitiert von der unkonventionellen Frische seines Ansatzes, die sich fern aller Routine bewegt, und einem feinnervigen Spiel, das alles Schwülstige und Sentimentale von vornherein ausklammert. Das Orchester kann dem Solisten da nicht ganz das Wasser reichen, es wirkt etwas unausgeglichen und in den Tutti-Passagen konturlos.

Eine reizvolle Ergänzung bilden ein Andante mit Variationen für 3 Violoncelli und drei Stücke für Cello und Klavier von Volkmann, die hier in Ersteinspielung geboten werden und damit erneut die Frage aufwerfen, weshalb diese ansprechende Musik heute so vernachlässigt wird. Als Zugabe gibt es das Abendlied aus den vierhändigen Klavierstücken für kleine und große Kinder op. 85 von Schumann, einmal in einer Fassung mit Streichorchesterbegleitung von Peter Bruns und einmal in der Fassung für Violoncello und Klavier von Pablo Casals ? eine hübsche Reverenz an den Meister, aus dessen Besitz das Instrument stammt, das Bruns in diesen Aufnahmen spielt.

Sixtus König † [15.03.2010]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 R. Schumann Konzert a-Moll op. 129 für Violoncello und Orchester 00:21:47
4 R. Volkmann Konzert a-Moll op. 33 für Violoncello und Orchester 00:16:36
5 R. Schumann Abendlied op. 85 Nr. 12 (arr. für Violoncello und Streicher: Peter Bruns) 00:03:09
6 R. Volkmann Andante mit Variationen für 3 Violoncelli 00:06:30
7 Chant du Troubadour op. 10 für Violoncello und Klavier 00:04:04
8 Capriccio op. 74 für Violoncello und Klavier 00:03:43
9 Romanze op. 7 für Violoncello und Klavier 00:06:28
10 R. Schumann Abendlied op. 85 Nr. 12 (arr. für Violoncello und Klavier: Pablo Casals) 00:02:49

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Peter Bruns Violoncello
Mendelssohn Kammerorchester Leipzig Orchester
Jürgen Bruns Dirigent
 
98.594;4010276022602

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