Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

N. Berg

cpo 1 CD 777 324-2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 27.03.09

label_928.jpg
→ Katalog und Neuheiten

cpo 777 324-2

1 CD • 61min • 2007

Der 1879 geborene Natanel Berg gehörte mit Oskar Lindberg, Ture Rangström und Kurt Atterberg zu einer Gruppe junger Komponisten, die zu Anfang des 20.Jahrhunderts einen ungeahnten Aufschwung des bis dahin wenig entwickelten schwedischen Musiklebens initiierten. Sie riefen nicht nur Orchester und Lehrinstitute, einen Komponistenverband und ein Urheberrechtsbüro ins Leben, sondern suchten auch den Schulterschluss mit Persönlichkeiten und Institutionen im Ausland. Dies schlug sich auch in ihrer Kompositionsweise nieder, die sich von einer nordischen Nationalromantik zu einer mehr kosmopolitisch gefärbten Tonsprache hin entwickelte.

Der temperamentvolle Berg – im Hauptberuf Veterinär bei der Armee – war der führende Kopf der Gruppe. Als Komponist weitgehend Autodidakt lernte er auf verschiedenen Auslandsreisen die kontinentalen Errungenschaften in der Musik genauestens kennen. Seine an Richard Strauss geschulte Beherrschung des spätromantischen Orchesterapparates erregte in Schweden ebenso Aufsehen wie seine formale Sicherheit und sein breites Ausdrucksspektrum.

Von diesen Qualitäten vermittelt die vorliegende Produktion einen vorzüglichen Eindruck. Die erste Sinfonie mit dem Titel „Alles endet was entstehet“ wurde 1912 komponiert. Während die drei ersten Sätze mit reicher Melodik, üppigen Klangfarben und folkloristischen Anklängen im Tanz-Presto verschiedene Phasen des menschlichen Lebens beschreiben, schildert der Schlusssatz – angeregt durch die Schreckensnachricht vom Untergang der „Titanic“ – die alles zerschmetternde Katastrophe und schließt mit einem eindrucksvollen Trauermarsch. Auch die zweite Sinfonie, 1916 uraufgeführt, ist eher eine vierteilige sinfonische Dichtung, die wie alle fünf Sinfonien Bergs einen programmatischen Titel trägt: Mit fesselnden Themen und unglaublich farbigem, harfendurchtränktem und schlagzeuggesättigtem Orchestersatz malt Berg hier die „Vier Jahreszeiten“ auf höchst originelle und kunstvolle Weise. Die Staatsphilharmonie Rheinland Pfalz genießt den orchestralen Leckerbissen merklich, wenngleich sich auch noch transparentere, feiner ausbalancierte Wiedergaben denken lassen. Warum Natanael Berg – auch in seinem Heimatland – nie ganz die Popularität seiner Kollegen Atterberg und Rangström erreicht hat, lässt sich nach dieser Einspielung nicht recht nachvollziehen. CPO sei Dank für diese Veröffentlichung, die den Beginn einer Reihe mit Bergs Orchesterwerken bildet, auf deren Fortsetzung man gespannt sein darf !

Sixtus König † [27.03.2009]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 N. Berg Sinfonie Nr. 1 (Alles endet was entstehet) 00:39:02
5 Sinfonie Nr. 2 (Arstiderna) 00:21:41

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Deutsche Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz Orchester
Ari Rasilainen Dirigent
 
777 324-2;0761203732425

Bestellen bei jpc

label_928.jpg
→ Katalog und Neuheiten

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc