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CD-Besprechung

J.S. Bach
Cantatas Vol. 39

J.S. Bach<br />Cantatas Vol. 39

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 14.07.08

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BIS 1641

1 CD/SACD stereo/surround • 73min • 2007

Hiermit kommt die 39. Folge der Bach-Kantaten-Edition unter Masaaki Suzuki auf den Markt, und es scheint fast überflüssig, die herausragenden Qualitäten dieser Sammlung erneut hervorzuheben. Die Super Audio CD enthält fünf Kantaten aus dem Jahr 1725. Glanzlichter sind der idyllische Pastoralklang dreier Blockflöten in Er rufet seine Schafe mit Namen und die ungewöhnliche Klangfarbe des vom St. Petersburger Geigenbauer und Cellisten Dmitry Badiarov rekonstruierten (und hier auch gespielten) Violoncello da spalla. Über dieses selten zu hörende Instrument informiert uns Bachs Zeitgenosse Johann Mattheson in Das Neu-Eröffnete Orchestre von 1713, worin er besonders dessen „grossen Effect beym Accompagnement“ rühmt, „weil er starck durchschneiden und die Töhne rein exprimiren kan. Ein Bass kan nimmer distincter und deutlicher herausgebracht werden als auff diesem Instrument. Es wird mit einem Bande an der Brust befestiget und gleichsam auff die rechte Schulter geworffen, hat also nichts, dass seinen Resonantz im geringsten auffhält oder verhindert.“

Das Bach Collegium Japan zeigt sich – wie immer – in Bestform, wunderbar in seiner agogischen Flexibilität. Vorzüglich der kristallklare Sopran Carolyn Sampsons, ihre perfekte akzentfreie Aussprache, fast zum Weinen schön ihr Solo im Choralsatz aus der Kantate BWV 85 Ich bin ein guter Hirte (Track 26). Weniger gefallen mir persönlich die Männerstimmen: Gerd Türk klingt diesmal nicht wirklich entspannt und über den Einsatz von Countertenören in Bach-Kantaten mag man trefflich streiten. Sicher zählt Robin Blaze zu den besten seines Fachs, ebenso geht es mir mit dem Bassisten Peter Kooij – irgendetwas stört mich. Ich kann es nicht genau definieren – das Timbre, die Diktion, die Aussprache? In jedem Fall eine sehr subjektive Einschätzung, die die musikalischen Qualitäten der Sänger in keiner Weise herabsetzen soll. Der Chor klingt manchmal leider etwas diffus, was möglicherweise mit der Tontechnik und/oder der Akustik des Aufnahmeraums zusammenhängt. Im Begleitheft informiert der künstlerische Leiter Masaaki Suzuki wie üblich sehr kompetent und ausführlich über die eingespielten Kantaten. Trotz der kleinen Einschränkungen eine großartige Aufnahme.

Heinz Braun [14.07.2008]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J.S. Bach Also hat Gott die Welt geliebt BWV 68 (Kantate) 00:14:05
6 Er rufet seinen Schafen mit Namen BWV 175 (Kantate) 00:14:51
13 Gottlob! Nun geht das Jahr zu Ende BWV 28 (Kantate) 00:13:16
19 Sie werden euch in den Bann tun BWV 183 (Kantate) 00:13:46
24 Ich bin ein guter Hirt BWV 85 (Kantate) 00:15:09

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Carolyn Sampson Sopran
Robin Blaze Countertenor
Gerd Türk Tenor
Peter Kooij Bass
Bach Collegium Japan Ensemble
Masaaki Suzuki Dirigent
 
1641;7318599916415

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