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CD-Besprechung

Flight And Fire
Ksenia Nosikova Performing Works of Lera Auerbach

Flight And Fire<br />Ksenia Nosikova Performing Works of Lera Auerbach

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 15.01.08

Profil PH07064

1 CD • 65min • 2006

Die russische Pianistin und Komponistin Lera Auerbach (*Jg. 1973) genießt in manchen Hörer- und Kollegenkreisen einen guten Ruf, ja mehr noch: sie hat, obwohl noch verhältnismäßig jung an Jahren, einen gewissen Kultstatus erlangt. Ich erlebte sie vor einigen Jahren als Gast des Lockenhauser Kammermusikfestes – als Interpretin eigener Werke, so wie sie auf einer informativen, in manchen musikalischen Wegstrecken durchaus fesselnden BIS-Edition zu erleben sind (24 Preludes op. 41, Ten Dreams op. 45, Chorale, Fugue and Postlude op. 31/ CD 1462). Hier nun kümmert sich (und dies im wahrsten Sinne des Wortes) die russische, am Moskauer Konservatorium ausgebildete Pianistin Ksenia Nosikova um Stücke, um Stückfolgen aus einem Schaffenszeitraum von etwa 20 Jahren, wobei die „Fantasie“ aus dem Jahr 1986 am weitesten in das kreative Labor der eigenwilligen, stilistisch vielzüngigen Autorin zurückreicht.

Es lohnt, sich mit diesen bald konzertant-lukrativen, bald innig-verklärten Stimmungsstudien, Verlaufsexperimenten, Momentaufnahmen und offenherzigen Selbstbeschreibungen zu beschäftigen. Wer sich in der Literatur ein wenig auskennt, der wird so manche Verwandtschaften ausmachen (etwa zu Schostakowitsch, zu Rachmaninoff), er wird sich der „Kinderstücke“ Debussys erinnern, aber all diese Nahverhältnisse überlagern keineswegs den hörenden Blick auf den jeweiligen Vorgang, so wie ihn Auerbach aus eigenem Empfinden und handwerklichem Wissen auf die musikalische – zuweilen aphoristische, zuweilen etwas ausführlichere – Reise schickt. Hilfreich zum verstehenden Hören ist der Begleittext von Colin Anderson, an dessen Ende sich auch die Interpretin Ksenia Nosikova äußert. Sie schätzt „die tiefe emotionale Substanz und enorme Bandbreite“ der Musik. Und weiter: „Sie (die Musik) bietet darum vielfältige Möglichkeiten der Kontrastierung: Poesie und Lyrik/ Kraft und Agression, Dunkelheit/ Licht, Schrei/Geflüster, Unschuld/Sinnlichkeit, Geburt/Tod.“ Die Frage stellt sich, ob das nicht ein wenig hoch gegriffen ist. Ich fürchte es, aber in diesem Bereich muss ein jeder selber entscheiden. Und um diesen Entscheidungsprozess einzuleiten und zu beschleunigen, lohnt es sich allemal, diese Aufnahme zu erwerben.

Peter Cossé [15.01.2008]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 L. Auerbach Klaviersonate Nr. 1 (La Fenice) 00:19:20
7 Il Segno 00:14:32
11 Memento Mori 00:14:59
14 Fantasia 00:05:34
15 Images from Childhood 00:12:30

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Ksenia Nosikova Klavier
 
PH07064;0881488706451

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