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CD-Besprechung

Challenge Classics CC72174

1 CD • 53min • 2006

08.06.2007

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7
Klangqualität:
Klangqualität: 5
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Die hier vorgelegte Koppelung von Beethovens letzter Violinsonate und der C-Dur-Fantasie von Schubert aus seinem Todesjahr wirkt dramaturgisch ausgesprochen überzeugend und zeigt eine weitere Facette von Schuberts Auseinandersetzung mit Beethoven. Liza Ferschtman und Inon Barnatan führen in ihrem Beiheft-Text ganz richtig aus, daß in Violinsonaten der frühen Klassik das Klavier dominierte und die Violine eine untergeordnete Rolle spielte; erst Beethoven behandelte beide gleichberechtigt. Leider haben sich die Tontechniker das ebensowenig zu Herzen genommen wie der Pianist selbst: In dieser Aufnahme donnert der Flügel in den lauteren Passagen, daß es einem als Hörer bis ins Mark geht. Das ist ausgesprochen schade und schmälert den positiven Gesamteindruck. Liza Ferschtman spielt innig, musikantisch und beseelt, lotet zugleich die Lautstärkegrade optimal aus – vom tragenden pianissimo bis zum kraftvollen, doch dabei immer entspannten fortissimo. Ihr Vibrato ist verhältnismäßig leicht, aber sehr dicht und wirkt mitunter etwas hysterisch. Es bleiben unterm Strich zwei ordentlich geprobte Interpretationen, grundsolide im Zusammenspiel und im Ausdruck. Bei solchen Produktionen des “hochbegabten Nachwuchses” klingt immer wieder auch die gewisse fiebrige Erregtheit eines “Bestehen-Müssens” durch, die sich mir nicht allein aus der musik-immanenten Spannung erklärt. Die Musik selbst hat darunter zu leiden: Die raschen Sätze trumpfen immer “gewollt” auf, die langsamen Sätze sind überdeutlich kantabel. Am überzeugendsten geraten auch in dieser Aufnahme jene Stellen, in denen die Musik so stark ist, daß sie die beiden Spielenden in sich hineinzieht – insbesondere im Variationen-Satz der Schubert-Fantasie (Tr. 7). Im Finale wirkt leider die Geigerin reichlich fest und stößt an ihre Grenzen. Gut, daß die beiden ihre stimmungsvolle Bearbeitung des der Fantasie zugrunde liegenden Schubert-Liedes Sei mir gegrüsset an das Ende der CD gestellt haben...

Dr. Benjamin G. Cohrs [08.06.2007]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Ludwig van Beethoven
1Sonate Nr. 10 G-Dur op. 96 für Violine und Klavier 00:27:42
Franz Schubert
5Fantasie C-Dur D 934 für Violine und Klavier (op. posth. 159) 00:25:29
9Sei mir gegrüßt op. 20 No. 1 D 741 00:03:56

Interpreten der Einspielung

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