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CD-Besprechung

C. Debussy • Ch. Koechlin

hänssler CLASSIC 1 CD 98.258

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 23.10.06

hänssler CLASSIC 98.258

1 CD • 53min • 2006

Es sei nicht verborgen, daß diese CD recht kurz geraten ist, und daß sie noch viel kürzer ausgefallen wäre, wenn sie nicht neben den Duowerken von Charles Koechlin auch die – allerdings recht passende – Cellosonate von Claude Debussy enthielte. So kommen immerhin noch 53 Minuten und 11 Sekunden zustande...

Bei Ansehung der musikalischen Meriten können wir freilich auf den Rechenstab verzichten. Allein die Gegenüberstellung der beiden Sonaten von 1915 (Debussy) und 1917 (Koechlin) bietet den Interpreten dankbarste Aufgaben. Zwischen der klanglichen Brandung, die Debussy im Finale seines späten Werkes entfesselt, und den vornehmlich introvertierten, ruhigen, an den Satzgrenzen gewissermaßen aufgeweichten Sätzen Koechlins läßt das Duo Bruns-Ishay ein ganz bedeutendes Maß an Differenzierungsvermögen und Schattierungskunst walten – wovon die Zwanzig bretonischen Lieder op. 115, die Koechlin 1931 für Violoncello und Klavier arrangiert hat, in ganz erheblichem Maße profitieren.

Daß diese Miniaturen – die längste dauert kaum mehr als dreieinhalb Minuten, die kürzeste ist in 27 Sekunden vorüber – den eigentlichen Höhepunkt der Produktion ausmachen, könnte man beim ersten Hören womöglich noch verkennen. Doch ist jedes der kleinen Stücke eine mit einfachsten Mitteln hingetupfte Welt für sich, unverstellt, bewegend in ihrer kunstvollen Kunstlosigkeit auch dann, wenn man keine Ahnung davon hat, wer in den oft blutrünstigen Moritaten wen unter welchen Umständen vom Leben zum Tode befördert hat. Der Einführungstext beschränkt sich dankenswerterweise auf dezente Inhaltsangaben, während Peter Bruns und Roglit Ishay die modalen Juwelen mit vielem Geschmack vor jeder falschen Rührseligkeit bewahren und gerade deshalb – ganz im Sinne des Komponisten und Arrangeurs – weit tiefere Wirkungen erreichen als jeder musikalische Sensationsjournalismus.

Rasmus van Rijn [23.10.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 Ch. Koechlin Vingt chansons bretonnes op. 115 für Violoncello und Klavier
2 Sonate op. 66 für Violoncello und Klavier
3 C. Debussy Sonate für Violoncello und Klavier (1915)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Peter Bruns Violoncello
Roglit Ishay Klavier
 
98.258;4010276019084

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