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CD-Besprechung

Michael Korstick The Beethoven Cycle Vol. 2

Michael Korstick<br />The Beethoven Cycle Vol. 2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 27.12.06

OehmsClassics OC 615

1 CD/SACD • 75min • 2005

Die drei Klaviersonaten op. 2 von Ludwig van Beethoven sind – für meine Begriffe – nicht weniger anspruchsvoll als die späten Sonaten. Anspruchsvoll insofern, als der Pianist sich auf eine Stilistik in Anlehnung an Haydn einzustellen hat, im selben Moment aber auch den Hauch, den starken Atem des kommenden, in der Musikwelt umrührenden Beethoven übermitteln sollte. Und das nicht nur nebenbei: Die technischen Anforderungen sind – vor allem in den Sonaten op. 2,2 und op. 2,3 – nicht zu unterschätzen. Allein das Terzenthema der C-Dur-Sonate birgt seine Risiken und hat die Klavierprofessoren samt ihren Schülern immer wieder zu Überlegungen gereizt, wie diese hübsche Schikane am besten zu meistern wäre.

Michael Korstick spielt die drei Sonaten schlank, sehr aufmerksam in ihren thematischen und farblichen Wandlungen, aber er hält sich zurück, wenn es um Möglichkeiten geht, schärfere Akzente zu setzen – wie etwa Sviatoslav Richter im Baßbereich des langsamen Satzes op. 2,3. Korstick bietet eine tadellose Schule gescheiter Geläufigkeit. Die Akkordsalven im Finale der C-Dur-Sonate, die eleganten Dreiklangszerlegungen und gleichsam per Tonleiter das Finalthema erkletternden Skalen (op. 2,2) kommen geschmeidig, im besten Sinne aus dem Ärmel geschüttelt. Doch gesprächiger im Singen und im Sinne einer wörtlichen Auslegung des Textes scheint mir András Schiffs jüngste ECM-Einspielung. Einzelheiten wirken bei dem ungarischen Pianisten stärker herausgearbeitet, bei Korstick wird mehr der Fluss und das flüssige In- und Hintereinander der jeweiligen Satzelemente betont. Eine noble Haltung bei untadeliger Virtuosität, aber es bleiben weniger gestaltete Passagen in Erinnerung als etwa in der genannten Schiff-Version oder in älteren Aufnahmen von Richter (op. 2,1 und op. 2,3 ) – gar nicht erst zu reden von den schwerblütigen Interpretationen eines Arrau oder den – völlig gegensätzlich konturiert! – schlank, entfetteten „Hurtigrouten“ eines Friedrich Gulda.

Vergleichs-aufnahmen:

Schiff A. (ECM 4763054), Arrau (Philips 462358-2), Richter (Eurodisc; Leningrad Masters LM 1323), Gulda (Brillant Classics 92773)

Peter Cossé † [27.12.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 L.v. Beethoven Klaviersonate Nr. 1 f-Moll op. 2 Nr. 1
2 Klaviersonate Nr. 2 A-Dur op. 2 Nr. 2
3 Klaviersonate Nr. 3 C-Dur op. 2 Nr. 3

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Michael Korstick Klavier
 
OC 615;4260034866157

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