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CD-Besprechung

Jenő Hubay

Works for Violin and Piano Vol. 8

Hungaroton HCD 32312

1 CD • 75min • 2004

19.10.2005

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Der Ungar Jenö Hubay genoss vor allem als Violinvirtuose und Lehrer einen hervorragenden Ruf. Der Schüler Josef Joachims reiste auf Empfehlung von Franz Liszt nach Paris, wo er erfolgreich in Konzertsälen und Künstlersalons auftrat, konzertierte in den Hauptstädten Europas, leitete vier Jahre lang die Violinklasse des Brüsseler Konservatoriums (eine Position, die vor ihm Beriot, Vieuxtemps und Wieniawski innehatten) und übernahm 1886 den Lehrstuhl seines Vaters an der Budapester Musikakademie. Obwohl sein kompositorisches Schaffen zahlreiche Opern und vier Sinfonien umfasst, erlangten nur seine ungarischen Genre-Stücke dauerhafte Berühmtheit. Entstanden aus Improvisationen, mit denen Hubay in den Salons brillierte, entsprachen sie weitgehend dem, was damals als ungarische Musik angesehen wurde: eine Aneinanderreihung von volkstümlichen Melodien, wie sie die Zigeunergeiger aus Ungarn in den europäischen Kaffeehäusern und Restaurants mit großem Erfolg präsentierten.

Die 8. Folge der Gesamtausgabe von Hubays Werken für Violine und Klavier bündelt wieder eine Reihe solcher Miniaturen, darunter die Nummern 5-8 der beliebten Csárdas-Szenen, die sich meist von einer frei kadenzierenden Einleitung über ein gefühlvolles Lied bis zum effektvoll-virtuosen Finale steigern. Sehnsüchtige Melodien, feurige Rhythmen und der ausgiebige Gebrauch der G-Saite sind bewährte Ingredienzien dieser Gattung. Die fünfte Csárdas-Szene Wellen des Plattensees veröffentlichte Hubay 1890 und widmete sie dem berühmtesten Violinvirtuosen seiner Zeit, Pablo de Sarasate. Die repräsentative Walzer-Paraphrase von 1911, die am Ende dieser CD steht, schrieb er für seinen Lieblingsschüler József Szigeti.

Der Geiger Ferenc Szecsödi serviert gekonnt die geigerischen Tricks wie Triller, Glissandi, Doppelgriffe und Flageoletts, vertraut seinem satten Geigenton ebenso wie seinem natürlichen Musikantentum und unterstreicht den folkloristischen Charakter der Musik. István Kassai absolviert zuverlässig den Klavierpart, der mit seinen Tremoli verschiedentlich Erinnerungen an das Cymbal der Zigeunerkapellen wachruft. Für Liebhaber des Genres ein rechtes Fest.

Sixtus König † [19.10.2005]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Jenő Hubay
1The Waves of Lake Balaton op. 33 (Scènes de la Csárda Nr. 5)
2Yellow maybeetle op. 34 (Scènes de la Csárda Nr. 6)
3May Song op. 37 Nr. 1
4From times of yore op. 37 Nr. 2
5In front of her portrait op. 38 Nr. 1
6Under her window op. 38 Nr. 2
7Song of nightingale op. 39
8Kossuth Song op. 41 (Scènes de la Csárda Nr. 7)
9It is said op. 60 (Scènes de la Csárda Nr. 8)
10Trois Morceaux op. 66
11Walzer-Paraphrase op. 105

Interpreten der Einspielung

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