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CD-Besprechung

Gioachino Rossini: La Cenerentola

Naxos 2 CD 8.660191-92

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 03.11.05

Naxos 8.660191-92

2 CD • 2h 35min • 2004

Dass sich dieser Livemitschnitt vom Rossini Festival Bad Wildbad in einer hochkarätigen Reihe von Vorgängeraufnahmen – unter Rizzi, Chailly, Marriner, Scimone, Ferro, Abbado, etc. – sehr beachtlich behauptet, liegt maßgeblich am Rossini-Altmeister Alberto Zedda, dem künstlerischen Leiter des Rossini-Festivals in Pesaro und dem Herausgeber der Rossini-Gesamtausgabe. Auch noch mit 77 Jahren (!) entfaltet Zedda eine Verve und einen Elan, um die sich andere Dirigenten, die seine Enkel sein könnten, vergeblich bemühen. Zumal wenn es darum geht, zunächst in langsamem Anlauf, dann sich allmählich im Tempo steigernd und schließlich in einem irrwitzigen Presto gipfelnd, die charakteristischen Ensembleszenen und Finali Rossinis zu entwickeln, zeigt sich, dass Zedda gerade für diesen Komponisten ein kongeniales musikalisches Gespür hat.

Das gesangliche Niveau der Einspielung ist gut, wenn auch nicht überragend. Vor allem die junge amerikanische Mezzosopranistin Joyce DiDonato tut sich schwer gegenüber solch illustren Konkurrentinnen wie Jennifer Larmore, Cecilia Bartoli, Agnes Baltsa, Marilyn Horne, Teresa Berganza und Giulietta Simionato. Zu uncharakteristisch ist ihr heller Mezzo, um ihrem Rollenporträt wiedererkennbare Individualität und scharfes Profil zu geben. Es fehlt der sofort identifizierbare vokale „Fingerabdruck“, der ihr Singen unverwechselbar machte. Unbestritten sind die erstaunlichen gesangstechnischen Fähigkeiten, vor allem DiDonatos Koloratursicherheit und ihre leichte Höhe.

Als Don Ramiro zeigt der junge spanische Tenore di grazia José Manuel Zapata ein schönes lyrisches Timbre, geschmeidige Agilität und Phrasierungsgeschmack. Lediglich die extremen Spitzentöne, die er zwar bewältigt, aber allzu grell aufhellt, wirken völlig isoliert, sind nicht in die musikalische Linie eingebunden. An Bruno Praticò als Don Magnifico beeindruckt weniger das durchschnittliche und ziemlich helle Timbre als seine stupende Parlandogeläufigkeit.

Solide, unauffällige Leistungen steuern die beiden Baritone Paolo Bordogna (Dandini) und Luca Pisaroni (Alidoro) bei.

Kurt Malisch † [03.11.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G. Rossini La Cenerentola

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Joyce DiDonato Cenerentola - Mezzosopran
José Manuel Zapata Don Ramiro - Tenor
Paolo Bordogna Dandini - Bariton
Bruno Praticò Don Magnifico - Bass-Bariton
Patrizia Cigna Clorinda - Sopran
Martina Borst Tisbe - Mezzosopran
Luca Pisaroni Alidoro - Bass-Bariton
Prager Kammerchor Chor
SWR Rundfunkorchester Kaiserslautern Orchester
Alberto Zedda Dirigent
 
8.660191-92;0730099619127

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