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CD-Besprechung

Beeethoven
Complete Sonatas and Variations for piano and cello

Beeethoven<br />Complete Sonatas and Variations for piano and cello

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 07.06.05

Channel Classics CCS SA 22605

2 SACD stereo/surround • 2h 16min • 2004

Das Thema „Beethoven und das Violoncello“ scheint bei Cellisten „in“ zu sein: innerhalb eines knappen Jahres erschienen gleich drei Gesamtaufnahmen aller Sonaten und Variationen Ludwig van Beethovens für Violoncello und Klavier. Nach Miklós Perényi und András Schiff (bei ECM) sowie Adrian und Alfred Brendel (bei Philips) haben sich nun der Niederländer Pieter Wispelwey und sein Klavierpartner Dejan Lazi dieser Werkgruppe angenommen. Verwunderlich ist das nicht, denn der innovative Rang dieser von Beethoven praktisch „erfundenen“ Gattung ist bis heute ein kompositorischer Maßstab und kaum jemals wieder erreicht worden.

Wispelwey gehört heute zweifellos zur Spitzengarnitur der Cellisten in der Welt, und diese seine zweite Aufnahme der Cellosonaten Beethovens enttäuscht in dieser Hinsicht auch keineswegs. Es sind eher Nuancen des interpretatorischen Ansatzes, über die man diskutieren kann. So hat Wispelwey eine gewisse Neigung, sich in den wenigen langsamen Partien der Sonaten übermäßig „auszusingen“, so daß manchmal der Zusammenhang wie gedehnt erscheint. Die schnellen Sätze wiederum geht er mit einem Furor an, der an die Grenzen des ästhetisch Sinnvollen führt. Sein Klavierpartner folgt ihm hier willig, aber etwas unkontrolliert, denn der gerade im piano, aber auch in den Allegro-Sätzen betörend lyrische Ton Wispelweys wird durch den Klavierklang zuweilen ungestüm übertönt.

Vergleicht man die drei Gesamtaufnahmen, so denkt man unwillkürlich an das alte Sprichwort „Das Bessere ist des Guten Feind“, obgleich mit dieser Konstatierung Wispelwey ganz sicher unter Wert charakterisiert wäre. Zum Kennenlernen dieser Gipfelwerke der Kammermusik ist die Aufnahme allemal geeignet. – Im Beiheft fehlt die Auflistung der Zeiten der Einzeltracks bei den Variationen.

Dr. Hartmut Lück [07.06.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 L.v. Beethoven Sonate F-Dur op. 5 Nr. 1 für Violoncello und Klavier
2 12 Variationen über "Ein Mädchen oder Weibchen" aus Mozarts "Die Zauberflöte" F-Dur op. 66 für Klavier und Violoncello
3 Sonate g-Moll op. 5 Nr. 2 für Violoncello und Klavier
4 12 Variationen über ein Thema aus dem Oratorium "Judas Maccabäus" von G.F.Händel G-Dur WoO 45 für Violoncello und Klavier
5 Sonate Nr. 3 A-Dur op. 69 für Violoncello und Klavier
6 Sonate Nr. 4 C-Dur op. 102 Nr. 1 für Violoncello und Klavier
7 Sonate Nr. 5 D-Dur op. 102 Nr. 2 für Violoncello und Klavier
8 Sieben Variationen über »Bei Männern, welche Liebe fühlen« aus »Die Zauberflöte« Es-Dur WoO 46 für Violoncello und Klavier

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Pieter Wispelwey Violoncello
Dejan Lazic Klavier
 
CCS SA 22605;0723385226055

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