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CD-Besprechung

Romanze Italiane

OehmsClassics OC 372

1 CD • 73min • 2004

07.06.2005

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 5
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 5

In Italien hat es keinen Liederkomponisten vom Rang eines Schubert, Schumann oder Brahms gegeben, dennoch sollte man sich davor hüten, die italienischen Canzonen aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert pauschal als musikalisch unbedeutend zu bezeichnen. So hat etwa Ottorino Respighi eine Reihe von Liedern geschaffen (Nebbie aus dem Jahr 1921), die absolut neben hohen Mustern bestehen können. Und selbst Paolo Tosti, oft als Verfertiger von musikalischem Kitsch eingestuft, hat sich um Anspruchsvolles bemüht wie in seinen Quattro canzoni d‘Amaranta nach Texten von d’Annunzio. Der Sizilianer Stefano Donaudy, dessen Lieder einst viel gesungen wurden (Vaghissima sembianza, ein berühmtes Stück aus dem Repertoire Carusos), hat in seinen Arie di stile antico (1918) eine Art Wiederbelebung barocker Tradition angestrebt, wovon freilich, vom streng musikhistorischen Standpunkt aus betrachtet, nicht allzuviel zu bemerken ist. Effektvolle Vortragsstücke sind sie allesamt, vorzüglich geeignet als Paradestücke für Sänger und Stimmbesitzer.

Paul Armin Edelmann stellt eine Kollektion italienischer Canzonen vor, darunter befindet sich vieles, was zur sogenannten „leichten Ware“ zählt, er nimmt aber auch Verdis frühe Kompositionen Ad un stella und Brindisi (Texte von Andrea Maffei) in sein Programm auf.

Edelmann ist ein solider Sänger von guter Musikalität, sein Vortrag ist dezent, die Stimme schlank und von angenehmem Klang. Freilich hat das Baritonorgan gerade in diesem speziellen Genre keinen leichten Stand, und sofern man kein Titta Ruffo ist, wird man stets hinter den Tenören zurückbleiben. Lieder wie Tostis L’alba separa dalla luce l’ombra „schreien“ förmlich nach der Tenorlage, denn erst wenn die hohen Töne wie Sterne blitzen, stellt sich der wahre Effekt ein. Somit bleibt ein ziemlich gedämpfter und monotoner Eindruck zurück, den auch das temperamentvolle Klavierspiel von Marco Ozbic nicht aufhellen kann.

Clemens Höslinger [07.06.2005]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Stefano Donaudy
1Vaghissima sembianza
2Sorge il sol, che fai tu
3Quando ti rivedro
4Vorrei poterti odiare
5No, non mi guardate
6Quand'il tuo diavol naque
7O del mio amato ben
Giuseppe Verdi
8Ad una stella (aus: Composizioni da camera) – Andantino
9Brindisi
Ottorino Respighi
10The Sunset for Mezzosoprano and String Quartet
11Nebbie
12Serenata Indiana
13Tempi assai lontani
14La fine
F. Paolo Tosti
15Quattro canzoni di Amaranta

Interpreten der Einspielung

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