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CD-Besprechung

Beethoven

Freddy Kempf

Beethoven

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 19.04.05

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BIS BIS-SACD-1460

1 SACD • 63min • 2004

Die wievielte Schallplattenausgabe der drei Beethoven-„Populären“ ist diese Edition mit dem englischen Pianisten Freddy Kempf? Man könnte sich ans Zählen machen, aber das ungefähre Endergebnis würde nur bestätigen, daß der Erlebenswert für den Hörer, die Attraktivität für den Spieler und der Markwert für den Produzenten ein ungeschmälerter ist. Und mittlerweile haben sich auch die kritischsten Rezensenten in die Defensive begeben, wenn es um Programmpolitik geht. Denn ein Argument wird man nicht vom Tisch wischen können: ein jeder Interpret hat das Recht, die schönsten, die beliebtesten Stücke aufzuführen und aufzunehmen (ungeachtet seiner Pflicht, sich auch mit zeitgenössischer Musik zu befassen – wie dies auch die „Mondscheinsonate“ einst war).

Kempf reüssierte mit Beethoven, als er für BIS die drei letzten Sonaten (BIS 1120) ins Gespräch brachte – überraschend reif und zuverlässig in den gestalterischen Parametern. Und auch diese Edition mit den genannten Publikums-Lieblingen bezeugt Kempfs mehr als solides, in vielen Passagen animierendes Deutungstemperament, auch wenn die eine oder andere Konventionalität – wie bei den meisten Kollegen – auch auf (unbewußten?) Imitationszwang schließen läßt. In erster Linie denke ich da an den Kopfsatz der cis-Moll-Sonate, deren Triolen immer wieder unterbrochen werden, wenn der kurzen Melodienote mehr Gewicht verliehen wird, als ihr rein rechnerisch zukommt. Schwergewichtig, scharf, bedeutungsschwer verzögernd akzentuiert Kempf die Grave-Einleitung der Pathétique. Im folgenden Allegro di molto e con brio schlägt er ein forsches, aber keineswegs übertriebenes Tempo an. Die Schaukelbewegung des Adagio cantabile wirkt für mein Empfinden zu buchstabiert, die Oberstimme gesanglich etwas zu vorsichtig ausgehorcht. In den raschen bis passionierten Passagen der drei Werke zeigt Kempf Durchhaltevermögen und Übersicht in allen technischen Problemzonen, wenn nötig auch jene Impulse an Brillanz, die uns Hörern signalisieren, daß es (siehe oben!) eben rechtens ist, etwa die x-te Appassionata in den Katalog zu stellen.

Peter Cossé [19.04.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 L.v. Beethoven Pathétique Nr. 8 c-Moll op. 13 (Pathétique)
2 Klaviersonate Nr. 14 cis-Moll op. 27 Nr. 2 (Mondscheinsonate)
3 Klaviersonate Nr. 23 f-Moll op. 57 (Appassionata)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Freddy Kempf Klavier
 
BIS-SACD-1460;7318599914602

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