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CD-Besprechung

Bridge 9147

1 CD • 51min • 2002

17.09.2004

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 10
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Das bulgarisch-amerikanisch zusammengesetzte, 1998 gegründete und jetzt in Chicago beheimatete Jupiter Trio hat in den USA und in Japan schon einige Lorbeeren geerntet, darunter den ersten Preis des vierten Internationalen Kammermusikwettbewerbs in Osaka 2002. Das instrumentaltechnische Potential der jungen Musiker ist wahrhaft außerordentlich, die Vehemenz, mit der sie sich in Beethovens Geister-Trio stürzen, ebenso beeindruckend wie die nie erlahmende Energie, mit der sie ein Musizieren unter Hochspannung bis zum Schlußakkord durchhalten. Freilich baut dieses Musizieren vornehmlich auf die Gegenüberstellung von Extremen, noch fehlen die Zwischentöne, die Phrasierung wirkt oft etwas starr und der harmonischen Entwicklung wird zu wenig nachgespürt. Dafür warten die Pianistin Aglika Angelova, der Geiger Robert Waters und der Cellist Julian Hersh im titelgebenden „Largo assai ed espressivo“, einem geisterhaften Nachtstück, mit einer Fülle von klanglichen Raffinessen auf.

Auch Dimitri Schostakowitschs großartiges zweites Trio von 1943/44 erfährt eine ernsthafte, scharf charakterisierende Wiedergabe. Die im Largo zum Ausdruck gebrachte Klage um den frühen Tod von Schostakowitschs Freund und Mentor Ivan Sollertinsky nimmt ebenso eindringlich Gestalt an wie der auf Klezmer-Melodien basierende Danse macabre des Finales. Eine unter vielen Aspekten fesselnde CD, die Neugier auf die weitere Entwicklung dieser Trio-Formation weckt.

Sixtus König † [17.09.2004]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Ludwig van Beethoven
1Klaviertrio Nr. 5 D-Dur op. 70 Nr. 1 (Geistertrio)
Dimitri Schostakowitsch
2Trio Nr. 2 e-Moll op. 67 für Violine, Violoncello und Klavier (In memoriam Iwan Sollertinski)

Interpreten der Einspielung

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