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CD-Besprechung

Franz Schubert
Austrian Contemporaries Vol. 2

Franz Schubert<br />Austrian Contemporaries Vol. 2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 10.09.04

Klassik Heute
Empfehlung

Naxos 8.557172

1 CD • 65min • 2003

Mit Volume 17 dürfte die verdienstvolle Deutsche Schubert-Lied-Edition von Naxos bald rund die Hälfte der über 700 Liedkompositionen Schuberts eingespielt haben. Mindestens so beeindruckend wie als editorisch-enzyklopädischer Kraftakt ist sie als Leistungsschau deutschen Liedsängernachwuchses. Auch die von Graham Johnson geleitete und ausschließlich als Klavierbegleiter dominierte komplette Schubert-Lied-Edition des englischen Labels Hyperion, die seit dem Jahr 2000 vorliegt, hatte zugleich ein Fest britischer Stimmen bieten wollen, war aber dann doch häufig auf stimmlichen „Flankenschutz“ vor allem deutscher Sänger angewiesen. Der künstlerische Spiritus rector der Naxos-Edition, der Pianist Ulrich Eisenlohr, stützt sich hingegen ausnahmslos auf junge deutsche Stimmen, von denen er bislang schon über ein Dutzend präsentiert hat – nur sehr wenige Sänger wurden mehr als einmal eingesetzt. Auch in diesem Fall wird mit dem Bariton Detlef Roth ein Newcomer aufgeboten. Außer als Sprecher in der von Gardiner dirigierten „Zauberflöte“ von 1995 (Archivproduktion) ist er bislang auf CD nicht in Erscheinung getreten. Roth verfügt über einen kernigen, virilen, durchaus zu dramatischen forte-Aufschwüngen fähigen Bariton, der – eine essentielle Voraussetzung zumal für den Liedgesang – auch bei geringen dynamischen Graden differenziert modulierbar und dabei tragfähig bleibt. Dank seiner reichen Gestaltungsphantasie überzeugt Roth sowohl in den stimmungsmalenden, kontemplativen Gesängen (z.B. Die abgeblühte Linde, Der Flug der Zeit) wie in den couplethaft-naiven Werken (Frohsinn, Lob des Tokayers, Der Zufriedene) als auch in den den von dramatischer Leidenschaftlichkeit durchpulsten Kompositionen (Heimweh, Die Allmacht, Der Unglückliche). Die ganze spannungsvolle Heterogenität von Schuberts Liedschaffen, das stark divergierende, oft von dilettierenden Autoren geschaffene Lyrik vereint, aber gerade diese literarisch wenig bedeutenden Texte künstlerisch aufwertet, wird in Detlef Roths Interpretationen subtil ausgelotet.

Kurt Malisch † [10.09.2004]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 F. Schubert Der Unglückliche op. 87 Nr. 1 D 713 (1821)
2 Widerspruch op. 105 Nr. 1 D 865 (1826)
3 Glaube, Hoffnung und Liebe op. 97 D 955 (1828)
4 Frohsinn D 520
5 Die abgeblühte Linde op. 7 Nr. 1 D 514 (1817)
6 Der Flug der Zeit op. 7 Nr. 2 D 515
7 Das Heimweh op. 79 Nr. 1 D 851 (aus »Tunisias«, 1825)
8 Die Allmacht op. 79 Nr. 2 D 852 (1825)
9 Labetrank der Liebe D 302
10 An die Geliebte D 303 (1815)
11 Vergebliche Liebe D 177
12 Die Sterne D 176
13 Die erste Liebe D 182
14 Lob des Tokayers D 248
15 Der Zufriedene D 320
16 Der Sänger am Felsen D 482
17 Lied - Ferne von der großen Stadt D 483
18 Skolie D 306
19 Der Befreier Europas in Paris D 104 (1814)
20 Abschied D 829 (Leb wohl du schöne Erde, Melodram; aus »Der Falke«, 1826)
21 Die Fröhlichkeit D 262

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Detlef Roth Bariton
Ulrich Eisenlohr Klavier
 
8.557172;0747313217229

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