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CD-Besprechung

Naxos 8.660080-82

3 CD • 2h 53min • 2000

05.01.2002

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 7
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Eine Zwei-Städte-Produktion: Budapest stellte Chor, Orchester und Aufnahmeort zur Verfügung, Wien die Gesangssolisten. Das Ergebnis ist absolut erfreulich ausgefallen, eine abgerundete, lebendige Wiedergabe der Mozartoper kam zustande. Die Nicolaus Esterházy Sinfonia erweist sich als ausgezeichnetes Ensemble, beeindruckt durch feingliedriges Spiel und sicheren Instinkt für Klangwirkung. Die musikalische Leitung durch Michael Halász enthält sich aller auffallenden „Extras“ und Interpretations-Klügeleien, setzt vor allem auf solide Paßform, auf Schwung und Vitalität. Vokale Auszierungen werden nur selten, doch stets mit Geschmack eingesetzt. Die Wiedergabe beruht auf der Prager Fassung von 1787, enthält aber als Appendix die von Mozart nachkomponierten Arien des Ottavio und der Elvira, ebenso auch das oft weggelassene Duett Zerlina-Leporello.

Die Besetzung rekrutiert sich durchwegs aus Angehörigen der beiden Wiener Opernhäuser (Staats-und Volksoper), die meisten unter ihnen wurden vor nicht langer Zeit noch zum Nachwuchs gerechnet. Somit also ein durch Jugend gekennzeichnetes Ensemble, das einen nachdrücklichen Beweis für den guten und frischen Zustand des Wiener Mozartgesangs liefert. Bo Skovhus (Giovanni) imponiert sowohl vokal als auch gestaltend in jener Rolle, mit der er in Wien seine mittlerweile weltweit verlaufende Karriere begonnen hat. Als beachtenwerte Neubegegnung stellt sich der deutsche Tenor Torsten Kerl vor. Sein Ottavio ist kein weichlicher Säusler sondern ein rechter stimmlicher Herkules, mit heldischem Metall und schier „endlosem“ Atem ausgestattet. Hier wächst ein junger Tannhäuser heran. Boaz Daniel als Masetto läßt eine gut klingende Baritonstimme vernehmen. Hervorragend das Terzett der drei Damen: Adrienne Pieczonka muß hier an erster Stelle genannt werden, ihr glutvoller und perfekter Gesang als Donna Anna stellt den Glanzpunkt der Aufnahme dar. Große Freude beschert auch die glockenklare Elvira-Stimme von Regina Schörg. Als Zerlina gefällt Ildikó Raimondi durch Natürlichkeit und gesangliche Anmut.

Nicht ganz auf gleichem Niveau befinden sich die beiden Bassisten: Janusz Monarcha besitzt zu wenig Tonfülle für den Komthur, und bei Renato Girolami ist ganz exakt eine Trennlinie zwischen klangvollem und klanglosem Register wahrzunehmen. Für den Leporello und dessen Register-Arie fehlt ihm das unerläßliche Baß-Fundament.

Clemens Höslinger [05.01.2002]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Wolfgang Amadeus Mozart
1Don Giovanni KV 527 (Dramma giocoso in zwei Akten)

Interpreten der Einspielung

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05.01.2002
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