Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Britten Benjamin: Death in Venice op. 88 (Oper in 2 Akten)

Arthaus Musik 1 DVD-Video 100 172

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 4

Besprechung: 01.09.01

Arthaus Musik 100 172

1 DVD-Video • 2h 18min • 1990

Da Brittens Partitur hier musikalisch gemeistert wird und sängerisch kaum Defizite auszumachen sind, spricht für diese Disc, daß man sie auch als Tonträger ohne Bild benutzen kann. Beim Ansehen jedoch - und wer vermag hier nicht an Viscontis Verfilmung zu denken, auch wenn sie dreißig Jahre alt ist? - drängt sich immer wieder "die andere Definition" auf, die das Genre der Literaturoper hervorgerufen hat: "Literaturoper ist, wenn man während der Aufführung noch unbeschadet ein Buch lesen kann" (Norbert Ely).

Die von Thomas Mann im Tod in Venedig konstruierte Einsamkeits- und Gesellschaftsstimmung, die Zwischentöne der Hinfälligkeit, libidinöse Regungen, Dionysos, Apoll: wo sind sie geblieben? Alles, wie hier geschehen, in eine intellektuelle und merkwürdig leblose, dekadente Innensphäre zu verlegen läßt den Betrachter wahrlich unbefriedigt - im Stich.

Moral der Geschicht: ohne Bühnenbilder geht Thomas Manns Venedig wohl doch nicht. Der Sinn der Prosa geht unter, indem sie auf unsinnig kleiner, enger Bühne inszeniert wird. Sie eignet sich nicht dazu, das nur noch Stilisierte in sich kreisen und sich selbst ad absurdum führen zu lassen.

Matthias Thiemel [01.09.2001]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 B. Britten Death in Venice op. 88 (Oper in 2 Akten)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Robert Tear Tenor
Alan Opie Bariton
Michael Chance Countertenor
Glyndebourne Chorus Chor
London Sinfonietta Orchester
Graeme Jenkins Dirigent
 
100 172;4006680101729

Bestellen bei jpc

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

Entschleunigte Feinfühligkeit, forsche Damenpranke

Edition Stefan Askenase

Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts konzertierte der aus dem galizischen Lemberg stammende Pianist Stefan Askenase reglemäßig in den europäischen Konzertsälen. Das ältere Publikum hatte den Chopin-Interpreten gleichsam abonniert, bei den Jüngeren und im abgehobenen Kreis des deutschsprachigen Kritikernachwuchses galt der zierliche belgisch-polnische Theodor Pollak- und Emil von Sauer Schüler als Vertreter einer konservativen Handhabe, als ein leibhaftiges Fossil vergangener Chopin-Stilistik.

→ weiter...

Neue CD-Besprechungen

"Inspiration"
Giacomo Puccini
François Campion
Felix Mendelssohn Bartholdy
Colors

Interpreten heute

  • Andreas Groethuysen
  • Yaara Tal

Neue CD-Veröffentlichungen

A Lute by Sictus Rauwolf
Visions
Christoph Graupner
De Meglio 1826

CD der Woche

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Kenneth Hamilton plays Ronald Stevenson, Volume 1

Aus dunkler Tiefe steigen schwärzeste Bass-Töne auf, formen eine Tonskala und vereinigen sich mit einer weiteren Stimme zur strengen Fuge. Die ewige ...

Heute im Label-Fokus

Tacet

The Koroliov Series Vol. XIX
Domenico Scarlatti
Wilhelm Furtwängler
Mieczysław Wajnberg

→ Infos und Highlights

Thema Klavier Solo

Liszt • Saint-Saëns • Ravel
Baldassare Galuppi<br />Sonatas for Keyboard Instruments
Prelude & Fugue<br />Bernd Glemser plays Bach and Shostakovich
OehmsClassics 1 CD OC 558
Tudor 1 CD 7157
cpo 1 CD 777 478-2

 

Weitere 51 Themen

Klassik Heute Zahl des Tages

Bei Klassik Heute finden Sie

443

Opern mit Besetzungsangaben

→ mehr Zahlen und Infos

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc