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Antonia Bembo
L'Ercole amante
cpo 555 728-2
2 CD • 50min • 2023
18.08.2025 • 9 9 9
Die Venezianerin Antonia Bembo (1640-1720) ist eine der ganz wenigen Frauen, die es im Barock wagten, eine Oper zu komponieren. Offensichtlich war man am Hofe des Sonnenkönigs komponierenden Frauen gegenüber durchaus aufgeschlossen, wie man auch der Biographie ihrer Kollegin Élisabeth Jacquet de la Guerre entnehmen kann, von der ebenfalls eine Oper erhalten ist. Allerdings ist es fraglich, ob ihr Ercole amante jemals aufgeführt wurde. Vielmehr ist anzunehmen, dass diese Neukomposition eines Librettos, das bereits ihr Lehrer Francesco Cavalli anlässlich der Hochzeit Ludwigs XIV komponiert hatte, im Zusammenhang mit der Diskussion um den Vorrang der italienischen oder der französischen Musik steht, der um 1700 und noch bis zum Buffonistenstreit die vornehmen Salons beherrschte.
Claudio Monteverdi
Vespro della Beata Vergine
cpo 555 314-2
1 CD • 80min • 2019
24.12.2020 • 10 10 10
Kirchenmusik hat immer schon ein theatralisches Movens in sich, das sich auch durch das Trientiner Konzil nicht bremsen ließ: Jörg Halubek zeigt in dieser Aufnahme, wieviel sprühende theatralische Potenz in Monteverdis geistlichem Werk steckt. Glühende Marien-Liebe in frühbarockem Überschwang macht sich hier Bahn und Sänger wie Musiker überbieten sich fast an Expressivität und Ausdruckslust, die sich leicht über die Lautsprecher mitteilen: Gebet wird hier zum Tanz, Anbetung zur Anfeuerung, Innigkeit zu Inbrunst.
Claudio Monteverdi
L'Incoronazione di Poppea
Glossa GCD 920916
3 CD • 3h 25min • 2009
21.04.2010 • 8 9 8
Von allen Operngestalten aus der Frühzeit des musikalischen Dramas führt Monteverdis Poppea das munterste Dasein. Sehr merkwürdig, daß es ausgerechnet diese charmante Sünderin ist, die so viele Sympathien auf sich zieht. Man kann darin den Beweis erkennen, daß die Kunstform Oper von Anbeginn keine [...]
