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Meldung vom 17.05.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

GEMA-Reform vorerst gestoppt

Die Kulturschaffenden müssen in eine Reform einbezogen werden

Die geplante GEMA-Reform, die das bisherige System der Unterscheidung zwischen künstlerischer (E) und unterhaltender (U) Musik grundlegend verändern sollte, ist nach intensiven Gesprächen während der GEMA-Versammlung vorerst gestoppt worden. Vertreter zahlreicher Institutionen, Künstler und Verbände hatten sich im Vorfeld öffentlich gegen das Reformvorhaben ausgesprochen, das ohne ausreichende Beteiligung der Betroffenen geplant wurde – darunter auch der Präsident des Deutschen Komponistenverbands (DKV), Moritz Eggert. Seit Beginn des Jahres hatte Eggert kontinuierlich und eindringlich vor den Folgen der Reform gewarnt und breite Solidarität eingefordert. Die nun erzielte Einigung ist ein starkes Zeichen für den Wert gemeinsamer kulturpolitischer Arbeit und ein wichtiges Signal an alle Beteiligten des Musiklebens in Deutschland.

Entscheidung vorerst vertagt

Moritz Eggert, Komponist und Präsident des DKV, erklärt: „Als Präsident des DKV repräsentiere ich sowohl U als auch E, daher bin ich grundsätzlich für eine Reform. Die vorliegende Reform hätte jedoch viele Probleme für beide Sparten mit sich gebracht und vor allem dem sehr großen E-Musik-Umfeld irreparablen Schaden zugefügt. Ich bin froh, dass wir das gemeinsam verhindern konnten und der GEMA signalisiert haben, dass dringendster Redebedarf besteht. Die Kulturschaffenden müssen in eine solche Reform einbezogen werden, denn das Thema ist zu groß, um es hinter verschlossenen Türen zu besprechen. Ich kann nur hoffen, dass dieser Weg gemeinsam beschritten werden kann.“

Die Reform soll mit Beteiligung der Betroffenen erfolgen

Der Erfolg zeigt: Eine Reform der GEMA ist möglich – aber nur mit Beteiligung aller relevanten Akteure, mit Augenmaß und mit dem nötigen Respekt für die Vielfalt des Musikschaffens in Deutschland. Die nun vertagte Entscheidung bietet eine Chance, die notwendigen strukturellen Änderungen im Dialog neu zu denken und dabei die Errungenschaften des bestehenden Systems nicht zu gefährden, sondern weiter zu entwickeln. Die Arbeit ist noch nicht getan– aber es ist ein entscheidender Etappensieg für alle, die sich für eine lebendige und vielfältige Musikkultur einsetzen. Die nächste Mitgliederversammlung ist im Mai 2026 geplant.

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