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Meldung vom 21.11.2022

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die drei Finalisten des Grand Prix Emanuel Feuermann stehen fest

Heute ist es so weit: Das Finale des internationalen Cello-Wettbewerbs Grand Prix Emanuel Feuermann wird im Großen Sendesaal des Haus des Rundfunks ausgetragen. Drei Cellisten haben in drei Vorrunden mit höchst anspruchsvollen Programmen die internationale Jury von sich überzeugt. Im Finale am 21.11. präsentieren sie nun vor Publikum und Jury noch einmal all ihre Fähigkeiten, bevor am Abend dann die Preisträgerinnen und Preisträger des Wettbewerbs gekürt werden.

Sie befinden sich mit ihrem Instrument im Einklang und legen bei jedem Auftritt ein Stückchen ihrer Seele auf die Cellosaiten. So könnte man es beschreiben, wenn man Christoph Heesch (27) aus Deutschland, Ivan Skanavi (25) aus Russland und Benett Tsai (19) aus Australien beim Ausüben ihrer Kunst erlebt. Die drei jungen Musiker, die nun im Finale des Grand Prix Emanuel Feuermann gegeneinander antreten, haben die Jury bereits in drei Vorrunden überzeugen können.

Der Cello-Wettbewerb unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim wurde erstmals vor zwanzig Jahren anlässlich des 100. Geburtstags des Ausnahmecellisten Emanuel Feuermann ausgetragen und hat seitdem seinen festen Platz im internationalen Wettbewerbsgeschehen. Am heutiogen Montag um 17 Uhr präsentieren die drei Finalisten im Haus des Rundfunks ein letztes Mal ihr Können, bevor die Jury die Preisträgerinnen und Preisträger des Cello-Wettbewerbs bekanntgibt.

Unter Leitung des Dirigenten Joseph Bastian spielen sie gemeinsam mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin drei große Cellokonzerte: Das e-Moll-Konzert von Edward Elgar, Dmitri Shostakovichs Cellokonzert Nr. 2 G-Dur op. 126 sowie Robert Schumanns Cellokonzert a-Moll op. 129.

„Abwarten und Teetrinken mit Carrington-Brown“

Während des Finales hat das Publikum die Möglichkeit, aktiv am Wettbewerbsgeschehen mitzuwirken, indem es einen Publikumspreis vergibt. Die insgesamt acht Preise des Grand Prix im Wert von über 40.000 Euro sollen die Gewinnerinnen und Gewinner, die teils auch aus den Vorrunden stammen können, in ihrer weiteren künstlerischen Laufbahn unterstützen.

Der Abend wird moderiert von dem britischen Musik-Comedy-Duo Rebecca Carrington und Colin Brown: Während sich die Jury zurückzieht, um die Preisvergabe zu bestimmen, heißt es unterhaltsam „Abwarten und Teetrinken mit Carrington-Brown“.

Am Dienstag, 22. November, findet der Grand Prix Emanuel Feuermann zu Ehren des 120. Geburtstagsseines Namensgebers seinen feierlichen Abschluss mit einem Kammerkonzert um 11 Uhr im Joseph-Joachim-Konzertsaal der Universität der Künste Berlin sowie am Abend beim Preisträgerkonzert mit demRundfunk-Sinfonieorchester Berlin im Haus des Rundfunks um 19 Uhr.

Karten erhalten Interessierte im Vorverkauf der Kronberg Academy online unter www.gp-emanuelfeuermann.de oder telefonisch unter 06173 – 783377 sowie an der Abendkasse ab einer Stunde vor Konzertbeginn.

Über den Grand Prix Emanuel Feuermann

Seit 2002 richten die Kronberg Academy und die Universität der Künste Berlin gemeinsam den Grand Prix Emanuel Feuermann aus. Der internationale Cello-Wettbewerb, der in der Regel alle vier Jahre stattfindet, steht unter der Schirmherrschaft von Daniel Barenboim. Er soll dazu beitragen, die Erinnerung an den großen Cellisten Emanuel Feuermann wachzuhalten und junge Cellistinnen und Cellisten durch Preisgelder von insgesamt über 40.000 Euro, durch Erfahrung und die Aufmerksamkeit eines internationalen Podiums sowie durch die Vermittlung von Konzerten an die Preisträgerinnen und Preisträger in ihrer künstlerischen Entwicklung zu fördern.

Über Emanuel Feuermann

Emanuel Feuermann wurde am 22. November 1902 in Kolomea, Galizien, geboren. Der junge Cellist studierte zunächst bei Anton Walter in Wien, wohin die Familie 1909 gezogen war. Später führte er seine Studien in Leipzig bei Julius Klengel, Cellist am Gewandhaus, fort. Im Alter von nur 16 Jahren erhielt er eine Professur am Kölner Konservatorium und wurde Solo-Cellist des Gürzenich-Orchesters. Von 1927 bis 1933 war er Professor an der Berliner Musikhochschule und ging in den Folgejahren auf Konzertreisen nach Nord- und Südamerika sowie in den Nahen und Fernen Osten. 1933 wurde er wegen seiner jüdischen Abstammung von seiner Professur enthoben und emigrierte über London in die USA. Emanuel Feuermann starb am 25. Mai 1942 in New York überraschend im Alter von 39 Jahren auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn an den Folgen einer Operation. Emanuel Feuermann war neben Pablo Casals einer der bewundertsten Cellisten des 20. Jahrhunderts. Die hohe Wertschätzung für ihn ist bis heute einhellig: „Ein Jahrhunderttalent“, schrieb der berühmte Geiger Jascha Heifetz, und für Arthur Rubinstein war er „Der größte Cellist aller Zeiten“. Feuermanns Spiel galt als warm, persönlich, schwärmerisch-farbenreich, virtuos und atemversetzend. In seiner kurzen Musikerkarriere trug er dazu bei, das Violoncello als Soloinstrument zu etablieren, und er revolutionierte das moderne Cellospiel.

Einen Eindruck von Emanuel Feuermann gibt es unter: https://www.youtube.com/results?search_query=Emanuel+Feuermann

Über die Kronberg Academy

Die Kronberg Academy gilt heute als eine der wichtigsten Begegnungs- und Ausbildungsstätten für junge Geiger, Bratschisten, Cellisten und inzwischen auch für junge Pianisten: Mitten in Europa versammelt sie eine Weltauswahl der begabtesten jungen Musiker und bringt sie mit den großen Künstlern unserer Zeit zusammen. In den Kronberg Academy Studiengängen arbeiten junge Solisten das ganze Jahr über intensiv mit großen Musikern und können einen Bachelor- und Masterabschluss erwerben. Die Veranstaltungen der Kronberg Academy bieten jungen Künstlern eine gemeinsame Bühne mit ihren Vorbildern und dem Publikum die Gelegenheit, in diese besondere Atmosphäre mit einzutauchen. Mehrmals im Jahr gehen Studierende der Kronberg Academy gemeinsam „on Tour“ und treten auf internationalen Bühnen zusammen auf. Das Credo des großen Cellisten und Kämpfers für den Frieden Pablo Casals, dass Kunst, Menschlichkeit und die Würdigung der Natur untrennbar zusammengehören, ist der Leitgedanke der Ausbildung und des musikalischen Geschehens im neuen Casals Forum, dem ersten Konzertsaal mit Studienzentrum in Europa, der klimaneutral betrieben werden kann.

Über die Universität der Künste Berlin

Die Universität der Künste Berlin ist weltweit eine der größten künstlerischen Hochschulen und die Einzige, die alle Disziplinen der Kunst und der auf sie bezogenen Wissenschaften in sich vereint. An den vier Fakultäten Bildende Kunst, Gestaltung, Musik und Darstellende Kunst, dem Zentralinstitut für Weiterbildung und den Hochschulübergreifenden Zentren Tanz und Jazz werden über 70 künstlerische, künstlerisch-wissenschaftliche und künstlerisch-pädagogische Studiengänge angeboten. Von rund 4.000 Studierenden haben etwa ein Drittel einen internationalen Hintergrund. Die Geschichte der UdK Berlin reicht zurück bis zur Gründung der brandenburgisch-preußischen Akademie der Künste im Jahr 1696. Ihre heutige Form erhielt sie 1975 durch den Zusammenschluss der Hochschule für bildende Künste und der Hochschule für Musik und darstellende Kunst zur Hochschule der Künste (HdK). Seit 2001 trägt die Universität der Künste Berlin ihren heutigen Namen. Die Fakultät Musik der UdK Berlin steht in der Tradition ihrer renommierten Vorgängerinstitutionen, die in den vergangenen 200 Jahren die Musikausbildung in Berlin auf höchstem Niveau getragen haben. Sie vertritt die Vielfalt der Musik und richtet dafür Orte der Spezialisierung sowie Orte der Begegnung ein. Das Spektrum reicht von der künstlerischen Ausbildung in Orchester- und Kammermusik, Alte Musik und zeitgenössische Musik über den künstlerisch-pädagogischen Bereich, sowie Kirchenmusik, Dirigieren, Komposition und die Tonmeisterausbildung. Präsident der UdK Berlin ist seit April 2020 Dr. Norbert Palz.

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