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Meldung vom 05.11.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Isabelle Faust spielt UA von Philippe Manoury

Konzerte mit dem SWR Symphonieorchester und Gastspiele in Köln, Valencia und Santander

Isabelle Faust ist die Solistin in den Abonnementkonzerten des SWR Symphonieorchesters in Stuttgart und Freiburg. Sie spielt die Uraufführung eines neuen Werks von Philippe Manoury mit dem Titel Oracle für Violine und 12 Orchestergruppen. Für die zweite Konzerthälfte hat Chefdirigent François-Xavier Roth die monumentale sinfonische Dichtung Ein Heldenleben von Richard Strauss ausgewählt. Im Anschluss an die Abonnementkonzerte gastiert das SWR Symphonieorchester mit Isabelle Faust in der Kölner Philharmonie, in Valencia und Santander.

Uraufführung von Philippe Manourys Oracle

Gerade in seinen farbig-differenzierten und stets für Qualität bürgenden Orchesterwerken versteht es Philippe Manoury, immer wieder die Gehörnerven angenehm zu kitzeln. Vor etwa 16 Jahren schrieb Manoury schon mal ein Violinkonzert für das damalige Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR und die südkoreanische Geigerin Hae-Sun Kang. Wie Kang ist auch die Solistin Isabelle Faust eine Spezialistin für zeitgenössische Musik, zudem spielt Faust aber auch Johann Sebastian Bachs so heikle Sonaten und Partiten einfach unglaublich gut. Bei ihr wird die Uraufführung des neuen Manoury-Konzerts namens „Oracle“ in den allerbesten Händen liegen. Dass das SWR Symphonieorchester und der Dirigent François-Xavier Roth Neue Musik mehr als nur „können“ – das hat sich wohl herum gesprochen.

Selbstbewusster Komponist

Bajuwarisches Selbstbewusstsein hat Tradition – das dokumentiert schon Richard Strauss, der mit markigen Sprüchen sein Selbstbild unterstreicht: „Ich kann nur in Musikgeschichte denken und da gibt es nur einen schroffen Wagnerschen Standpunkt: die Klassiker von Bach bis Beethoven, von da an nur eine Linie: Liszt, Berlioz, Wagner und meine bescheidene Wenigkeit.“ Auch fernab der Musik scheut der zuweilen derbe und eifrige Biertrinker keine großen Namen. Im Zusammenhang mit seinem Werk Ein Heldenleben sagt Strauss: „Ich sehe nicht ein, warum ich nicht eine Symphonie über mich selbst schreiben sollte. Ich finde mich ebenso interessant wie Napoleon oder Alexander.“ In seiner sinfonischen Dichtung setzt sich Strauss jedenfalls selbst ein Denkmal. An einigen Stellen imitiert er sogar mit den Oboen das „Gemeckere“ seiner Kritiker. Ja, die Klangmalerei – das ist seine Sache. Dass er mit Instrumenten umgehen kann, müssen sogar seine Widersacher zugeben.

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