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Meldung vom 29.07.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Ein Streichquartett fällt nicht vom Himmel

Kinostart von "Der Klang der Stradivari" von Grégory Magne

Der Name des berühmten Geigenbauers Antonio Stradivari aus Cremona ist der Inbegriff für seltene und überaus kostbare Streichinstrumente von höchster Qualität. Es ist also wie ein Lottogewinn, wenn jungen Musikern die Chance geboten wird, ein solches Instrument zu spielen. Der Film beginnt damit, dass Astrid, Tochter eines verstorbenen französischen Industriellen und Musikliebhabers, gespielt von Valérie Donzelli, den letzten Willen ihres Vaters erfüllen und seine drei Stradivari-Instrumente um das noch fehlende Cello erweitern will, um damit einem jungen Streichquartett die Möglichkeit zu geben, eine bisher noch nie aufgeführte Komposition mit diesen Instrumenten öffentlich zu präsentieren. Die Versteigerung in London eines 10 Millionen Euro teueren Cellos kann Astrid für sich entscheiden, indem sie das vorgegebene Budget kurzerhand überschreitet – sehr zum Ärger ihres Bruders, des Erben der väterlichen Firma.

Damit ist das Quartett der Stradivaris komplett – und auch für ganz bestimmte Musiker hatte der Vater sich entschieden, ebenso für ein Werk des Komponisten Charlie Beaumont aus den neunziger Jahren, den er damals finanziell unterstützt hatte.

Der Weg zur musikalischen Einheit

Die Musiker reisen an, erste Proben beginnen und damit der spannende, von vielen Zwischenfällen unterbrochene Prozess des miteinander Musizierens. Das Besondere: Alle Schauspieler sind tatsächlich Musiker und beherrschen ihr jeweiliges Instrument professionell. Echte Stradivaris konnten im Film allerdings nicht verwendet werden, das wäre selbst auf Mietbases viel zu teuer und zu riskant gewesen aber auch unnötig, da die verwendeten Instrumente ebenfalls hohe Qualität aufweisen. Es bleibt nicht aus, dass neben musikalischen Fragen zwischen George (erste Violine), Peter (zweite Violine) Apolline (Viola) und Lise (Violoncello) vor allem Eitelkeiten, Rivalitäten und Vorurteile zu überwinden sind, bevor die Musik Gestalt annimmt.

Pannen und ein spontanes Konzert

Dieser Prozess läuft im Film entsprechend schneller ab als in der Realität und nimmt Fahrt auf, als es Astrid gelingt, den Komponisten Charlie Beaumont, gespielt von Frédéric Pierrot, dazu zu bewegen, mit den Musikern zu arbeiten. Er hört ihnen zu, stellt Fragen, redet aber nicht viel. Etwas nervös werden die Musiker, als er mehr zu sich selbst sagt: „Ab Takt 35 hätte ich eigentlich etwas ganz anderes schreiben sollen...“. Der Countdown bis zur Aufführung und Aufzeichnung in einer nahe gelegenen Kirche schreitet voran und bei aller Ernsthaftigkeit der Musiker treiben komische und unvorhergesehene Ereignisse das Geschehen auf die Spitze – etwa ein Bad von George im Außen-Whirlpool, der einen technischen Defekt auslöst und zum Stromausfall führt. Die erzwungene Arbeitspause führt zu einem Konzert am Kamin mit spontanem Improvisieren aus dem Moment heraus – der Schlüssel, um alle Stimmen der vier Instrumente zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen. Der große Tag kann kommen – er wird ein Erfolg.

Der Klang der Stradivari

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