Immling Festival: Heiße Temperaturen, heißes Angebot!
Lucia di Lammermoor - So. 28.06.2026
Während draußen die Temperaturen neue Höchstwerte erreichen, hat das Immling Festival ein Angebot, das mindestens genauso heiß ist: Für alle Kurzentschlossenen eröffnet sich am Sonntag, 28. Juni 2026 ab 16.00 Uhr die seltene Chance, Donizettis Oper Lucia di Lammermoor in einer außergewöhnlichen Inszenierung der britischen Regisseurin Ella Marchment zu erleben, die von der Presse mit großem Lob bedacht wurde und das Publikum in ihren Bann zieht. Und das Beste daran: Kaufen Sie ein Ticket und erhalten Sie ein zweites Ticket derselben Kategorie kostenlos dazu. (Angebot gültig bei telefonischer Buchung unter 08055 90 34-0 (MO - FR 10-13 Uhr und 14-17 Uhr) oder per E-mail unter tickets@immling.de) Dabei müssen Besucher der Sommerhitze keineswegs trotzen. Bereits die Anreise wird angenehm: Der kostenlose Shuttle-Service bringt die Festivalbesucher komfortabel und klimatisiert vom Parkplatz im Gewerbegebiet Bad Endorf zum Festspielort in Immling. Und auch dier Festspielhalle ist selbstverständlich ebenfalls klimatisiert.
Glasharmonika – ein selten zu hörendes Intrument
In dieser Oper steht ein außergewöhnliches Instrument im Orchestergraben: eine Glasharmonika. Sie besteht aus Glasröhren – an beiden Seiten offen –, in unterschiedlicher Länge, gefasst in einem Holzrahmen. Ein wenig erinnern diese Röhren an Reagenzgläser. „Solche Gläser werden auch in Chemielaboren verwendet, dadurch sind sie weltweit vorhanden. "Wenn also mal was kaputt geht, muss ich nicht in die Glashütte zurück, sondern ich kann ganz schlicht und ergreifend überall auf der Welt sofort einen Ersatz finden", sagt Sascha Reckert. Seit 20 Jahren rückt er mit seiner „Sinfonia di Vetro“ die Glasinstrumentenpartien der Opern- und Konzertliteratur wieder ins Bewusstsein der Musik.
Prominenter Erfinder
Erfunden wurde die Glasharmonika 1761 von dem amerikanischen Politiker und Naturwissenschaftler Benjamin Franklin. Und wem der Name jetzt bekannt vorkommt, er war auch der Erfinder des Blitzableiters. Im 18. Jahrhundert war die Glasharmonika populär, zahlreiche Kompositionen entstanden. Bei dramaturgischen Schlüsselszenen wie zum Beispiel in der sogenannten Wahnsinns-Szene in Lucia di Lammermoor wurde sie eingesetzt. Ein Effekt, den Donizetti unbedingt wollte. Später geriet die Glasharmonika allmählich in Vergessenheit.
Nur wenige Spezialisten spielen das Instrument
Sascha Reckert ist Musiker und Instrumentenbauer und hat sich auf Musikinstrumente aus Glas spezialisiert. „Es gibt weltweit ungefähr zehn professionelle Spieler, die die gesamte Literatur können und die auch die Instrumente haben, das zu spielen. Der Klang ist einfach unbeschreiblich. Man hört ihn irgendwie von überall und nirgends herkommen. "Das ist das einzigartige an dem Glas. Je größer der Raum, desto größer der Klang", erklärt Sascha Reckert und meint schmunzelnd, dass er zuhause schon mal Oropax braucht.
Neben den Glasröhren gibt es noch speziell für die Musik gebaute Gläser, für die höheren Töne, die hat er in der Schweiz fertigen lassen. Auch wenn alles sehr fragil ausschaut – es geht selten was kaputt. Wenn er zu einem Auftritt fliegt, kommen Röhren und Gläser in einen Spezialkoffer und der bekommt einen extra Sitz im Flugzeug. Sascha Reckert und sein Ensemble sind weltweit unterwegs. „Es kann vorkommen, dass die Musiker des Ensembles an einem Abend in vier Opernhäusern in der Welt gleichzeitig spielen.“ Zum Spielen braucht er Wasser. Möglichst kalt und kalkhaltig. Mit den nassen Fingerspitzen bringt er das Glas zum Schwingen. Ein einzigartiger Klang entsteht!
Wer die Gelegenheit nutzen und sich Plätze sichern will, erlebt am Sonntag, 28. Juni ab 16.00 Uhr einen Festspielabend in Immling, über den man noch lange spricht. Heiße Tage, kühle Köpfe und ein Angebot, das man sich nicht entgehen lassen sollte.
Tickets bei elefonischer Buchung unter 08055 90 34-0 (MO - FR 10-13 Uhr und 14-17 Uhr) oder per E-mail unter tickets@immling.de
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