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Meldung vom 29.11.2025

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Stiftung Mozarteum Salzburg: Bedeutende Schenkung von Mozart-Autographen

Zwölf originale Handschriften der Mozart-Familie aus der Sammlung Eggers

Es ist in der fast 150-jährigen Geschichte der Internationalen Stiftung Mozarteum der seit langem relevanteste Neuzugang in der Sammlung: Zwölf originale Handschriften der Mozart-Familie aus der Sammlung von Hans Joachim Eggers gelangten größtenteils als Schenkung in die Autographen-Sammlung – allesamt kostbare Dokumente, die Mozarts faszinierende Persönlichkeit noch deutlicher zeichnen. Darunter ist die einzige Abschrift von Mozarts Miserere KV 85 aus dem Jahr 1770 aus der Hand von Leopold Mozart, zudem der Brief, in dem Mozart mit seiner Schwester 1787 den Nachlass des verstorbenen Vaters regelt, oder auch der Brief, in dem Wolfgang Amadé seiner Mutter 1778 erstmals von Aloisia Weber, seiner ersten großen, jedoch unerwiderten Liebe, berichtet.

Bedeutendste private Sammlung seit 50 Jahren

Den Traum eines jeden Mozart-Verehrers, eine eigene Sammlung mit Originalhandschriften von Wolfgang Amadé und Leopold Mozart, hat sich der Kölner Virologe Hans Joachim Eggers (1927–2016) erfüllt. 1975, vor genau 50 Jahren, begann er damit, Mozart-Autographe auf Auktionen zu erwerben. 30 Jahre später war er im Besitz der bedeutendsten privaten Mozart-Sammlung, die in Deutschland und Österreich nach dem Zweiten Weltkrieg zusammengetragen werden konnte. Bescheiden, wie Eggers war, blieb die Sammlung vor den Augen der Öffentlichkeit verborgen. Salzburg und der Stiftung Mozarteum war Eggers als langjähriger Besucher der Mozartwoche verbunden. Durch Entgegenkommen seiner Nachfahren sind nun zwölf Stücke aus dieser einmaligen Kollektion an die Internationale Stiftung Mozarteum gelangt, überwiegend als Schenkungen. Es ist der größte Zuwachs für die weltweit umfangreichste Sammlung an Briefen und Dokumenten zur Mozart-Familie seit den Vermächtnissen der beiden Mozart-Söhne Carl Thomas und Franz Xaver Mozart im 19. Jahrhundert.

Erstmals öffentlich als Sonderausstellung zu sehen

Ein Großteil der Schätze aus der Sammlung Eggers wird nun zum allerersten Mal öffentlich gezeigt in der Sonderausstellung Prachtvolle Premiere: Die Mozart-Autographe der Sammlung Eggers, die vom 28. November 2025 bis 1. Februar 2026 im Mozart-Wohnhaus in Salzburg zu sehen ist. Die Briefe, Dokumente und Musikhandschriften stehen allen Interessierten als Digitalisate zum genauen Studium in der Bibliotheca Mozartiana digital zur Verfügung: https://mozarteum.at/mozart-museen/eggers-sammlung#sammlung-eggers-die-ausstellungsstuecke

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