48. Innsbrucker Festwochen der Alten Musik feierlich eröffnet
Erstes Festival unter der neuen Künstlerischen Leitung
Mit den Feierlichkeiten im Spanischen Saal von Schloss Ambras am Vormittag des 7. August wurden die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik eröffnet. Am Abend feiert Geminiano Giacomellis Cesare in Egitto Premiere. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand die Musik, dargeboten von einer Riege renommierter Künstlerinnen und Künstler der Innsbrucker Festwochen. Unter dem Motto «Woher kommen wir, wohin gehen wir?» präsentiert die neue Künstlerische Leitung, Eva-Maria Sens und Ottavio Dantone, bis zum 30. August ein breitgefächertes Programm: Neben drei Barockopern bieten die Innsbrucker Festwochen dem Publikum zahlreiche Konzerte. Den Auftakt bildeten wie jedes Jahr die Ambraser Schlosskonzerte.
Die Ouvertüre zur Eröffnung auf Schloss Ambras lieferte das Barockorchester:Jung unter der Leitung von Angelo Michele Errico, bevor das Ensemble der Barockoper:Jung stimmgewaltig mit einer Arien-Auswahl aus Händels Arianna in Creta Vorfreude auf ihre Premiere machte. Der Musikalische Leiter Ottavio Dantone ließ gemeinsam mit seinem Konzertmeister Alessandro Tampieri einen Vorgeschmack auf die Festwochen-Konzerte erklingen. Strahlender Höhepunkt: Der Auftritt der Mezzosopranistin Sophie Rennert.
Kunst ist ein Aufforderung zur Reflektion
Der Künstlerischen Direktorin Eva-Maria Sens betonte in ihrer Rede zur Einstimmung auf die Festwochen: «Im Erleben von Kultur werden wir aufgefordert, uns mit uns selbst und dem uns Umgebenden auseinanderzusetzen. Kunst ist eine Aufforderung, uns zueinander zu verhalten und zu reflektieren, sie trägt zum gesellschaftlichen Diskurs bei. Die Innsbrucker Festwochen wollen Fragen stellen und so Diskursräume im Heute mit dem Vergangenen schaffen, auf musikalischer und emotionaler Basis.»
Erster gemeinsamer Festwochen-Sommer der neuen künstlerischen Leitung
Landeshauptmann Anton Mattle wünscht viel Erfolg: «Die Innsbrucker Festwochen sind über die Jahrzehnte ein Stück unserer Identität in Tirol geworden. Dazu trägt auch bei, dass sie seit vielen Jahren aktiv hinausgehen aus den Konzertsälen und sich unter die Leute mischen. Der musikalische Genuss ist für alle da, das ist eine schöne Botschaft, die auch die neue Künstlerische Leitung, Eva-Maria Sens und Ottavio Dantone, aktiv weiterträgt. Ich wünsche ihnen in ihrem ersten gemeinsamen Festwochen-Sommer einen rundum gelungenen Einstand!»
Wiederentdeckung unbekannter Werke
Mit der Wiederentdeckung Cesare in Egitto von Geminiano Giacomelli feiern die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik am 7. August 2024 die erste Opernpremiere ihrer 48. Ausgabe. Zu erleben sind der neue Musikalische Leiter Ottavio Dantone und die Accademia Bizantina, das neue Orchester in Residenz, die mit „Famos!“ am 6. August bereits ihr Concerto inaugurale gaben, und eine namhafte Sängerriege rund um Arianna Vendittelli und Emöke Barath.
Die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik sind eines der renommiertesten Festivals ihrer Art in Europa. Das Ziel der Innsbrucker Festwochen ist in erster Linie die Pflege historischer Aufführungspraxis und die Wiederentdeckung unbekannter Werke. Ottavio Dantone legt dabei besonderes Augenmerk auf Werke, die mit der reichen Musikgeschichte Österreichs in Verbindung stehen. Ein weiterer Fokus ist die Förderung aufstrebender Talente. Wie wichtig eine solche Möglichkeit für junge Menschen ist, zeigt der Anmelderekord zum Cesti-Gesangswettbewerb dieses Jahr. Wie sehr er auch vom Publikum geschätzt wird, zeigt sich auch daran, dass alle Vorstellungen der Barockoper:Jung Arianna mit Teilnehmenden des Cesti-Wettbewerbs 2023, bereits seit einiger Zeit ausverkauft sind. Weitere Informationen unter www.altemusik.at/de/programm
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