Detlev Glanerts "Prager Sinfonie" in Amsterdam und Leipzig
Niederländische und Deutsche Erstaufführung des Werkes
Nach der erfolgreichen Uraufführung der Prager Sinfonie am 8. Dezember 2022 an ihrem „Schauplatz“, erlebt Detlev Glanerts neuer sinfonischer Liedzyklus nun seine niederländische und deutsche Premiere. Basierend auf Texten von Franz Kafka, ist die Prager Sinfonie die Erzählung „eines imaginären Lebens mit allen zentralen Themen des Menschseins, Liebe, Verzweiflung, Glück, Einsamkeit, Freude, Abschied und Tod“, so der Komponist.
Entstanden ist die Partitur auf Bitte von Glanerts langjährigem Weggefährten Semyon Bychkov im Auftrag von dessen Tschechischer Philharmonie sowie von BBC Radio 3. Der Untertitel „Lyrische Fragmente nach Franz Kafka (Sinfonie Nr. 4)“ kennzeichnet die vokalsinfonisch breite Anlage und die Verwandtschaft mit Werken wie Mahlers Lied von der Erde oder Zemlinskys Lyrischer Sinfonie.
Imaginäre Handlung
Die Auswahl von Fragmenten aus Kafkas Lyrik, Briefen und Tagebüchern umfasst die ganze Lebensspanne des großen tschechischen Autors. Sie wurden von Detlev Glanert so angeordnet, dass sich daraus eine imaginäre Handlung ergibt. Die für Kafka und sein Schreiben so prägende Stadt Prag findet auch klanglich in der Komposition ihren Widerhall. Aktuell schließen sich nun die ersten Folgeaufführungen der Prager Sinfonie an:
14./15. Juni 2023 (Niederländische Erstaufführung
Concertgebouw Amsterdam
Tanja Ariane Baumgartner, Mezzosopran / Christian Immler, Bass-Bariton / Royal Concertgebouw Orchestra / Semyon Bychkov
22./23. Juni 2023 (Deutsche Erstaufführung)
Gewandhaus Leipzig
Catriona Morison, Mezzosopran / Christian Immler, Bass-Bariton / Gewandhausorchester Leipzig / Semyon Bychkov.
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