Das musikfest Berlin findet vom 31. August bis zum 16. September statt. Hervorgegangen aus den traditionsreichen Berliner Festwochen und veranstaltet von den Berliner Festspielen in Kooperation mit der Stiftung Berliner Philharmoniker versteht sich es sich als Forum der innovativen künstlerischen Arbeit der Orchester und Ensembles, der Komponisten, Dirigenten und Solisten des internationalen Musiklebens.
Drei Komponisten befinden sich im Zentrum des erstmals vom neuen künstlerischen Leiter Winrich Hopp entwickelten Programms: Claude Debussy, Charles Ives und Edgard Varèse. Sie stehen auch für die Wechselbeziehungen zwischen den musikalisch-urbanen Zentren Paris, Berlin und New York und die allgemeine Aufbruchstimmung Anfang des 20. Jahrhunderts. Begleitet und kontrapunktiert von der Musik ihrer Ahnen und Zeitgenossen – von Wagner, Mussorgsky, Schostakowitsch, Carter, Ravel, Bartók, Dvorák, Mahler, Busoni, Strauss, Sibelius, Chausson, Strawinsky und Beethoven – präsentiert das Musikfest Berlin 2007 in der Philharmonie ein Programm der Epoche machenden Ausnahmewerke der frühen Moderne: wild und schön, visionär und exotisch, nostalgisch und klassizistisch, vulkanisch und ätherisch, auf jeden Fall: raumgreifend und der eigenen Zeit vorauseilend.
Dabei gibt zwei prominente Uraufführungen: In der Staatsoper wird die neue Konzertoper „Phaedra“ des Doyen des Musiktheaters, Hans Werner Henze, aus der Taufe gehoben und im Kammermusiksaal der Philharmonie präsentiert das Ensemble musikFabrik die Uraufführung des Gesamtzyklus „Lichtung I-III“ des aus Portugal stammenden Komponisten Emmanuel Nunes. Mit dem längsten Streichquartett der Musikgeschichte, dem sechsstündigen String Quartet II und ultimativen Kultstück des vor zwanzig Jahren verstorbenen New Yorker Komponisten Morton Feldman beginnt das musikfest Berlin 2007, aufgeführt vom Pellegrini Quartett in Berlins neuem Veranstaltungssaal des Radialsystems – out door-Übertragung der Streichquartettklänge auf die Loggia des Radialsystems mit Blick auf die nächtliche Spree inklusive.
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