Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Pervez Mody plays Scriabin Vol. 5

Pervez Mody plays Scriabin Vol. 5

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 16.07.16

label_1125.jpg
→ Katalog und Neuheiten

Thorofon CTH2632

1 CD • 66min • 2014, 2015

Der Musik von Alexander Skrjabin haftet immer etwas Maßloses an: scheinbar ziellos mäandert die Musik vor sich hin, wirft überkommene, an traditionellen Schemata geschulte Hörerwartungen restlos über Bord und türmt Töne über Töne zu einem schier unendlich anmutenden, in seinem vor Expressivität geradezu berstenden Gestus Tongebirge auf. Auch für den Interpreten ist die Besteigung dieses Tongebirges nicht ohne Gefahr. Bei diesem Gewusel den Überblick zu behalten ist schon technisch und logistisch eine Meisterleistung, von musikalischen Details einmal ganz zu schweigen.

Einer, der das ganz gewiss meisterhaft beherrscht, ist der Pianist Pervez Mody, der nun schon die fünfte Folge seiner Skrjabin-Einspielung vorlegt. Mody scheint geradezu besessen von Skrjabins Musik, jedenfalls widmet er sich seinem Werk wie derzeit kaum ein zweiter Pianist. Und er macht dies ausgesprochen erfolgreich, denn die klangliche Magie dieser Musik legt Mody immer wieder mit feinsinnigem Gespür offen. Technisch sind die Werke zumeist harte Brocken, die Mody jedoch mit Leichtigkeit meistert. Die fünfte Sonate etwa ist ein fast viertelstündiger Endlos-Rausch, in den sich die Musik immer weiter hineinsteigert. Da heißt es pianistisch vor allem einen kühlen Kopf zu behalten.

Technisch ist Modys Spiel makellos und musikalisch sehr nuancenreich. Das zeigen auch die vielen kleineren Stücke, die den Großteil dieser Einspielung ausmachen. Hier lotet Mody den Konzertflügel in allen klanglichen Nuancen aus, vom zartesten Gesäusel und flirrend-virtuosen Spielfiguren bis hin zu markerschütterndem Donnergrollen und Anflügen von klanglichem Gigantismus. So entflechtet er auch das oftmals wirr anmutende Gewusel der Skrjabinschen Klangarchitektur, bringt Klarheit dorthin, wo auf den erste Blick nur Chaos und Irritation walten.

Guido Krawinkel [16.07.2016]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
0
1 A. Scriabin Klaviersonate Nr. 5 Fis-Dur op. 53 00:12:59
2 Prélude H-Dur op. 2 Nr. 2 00:00:51
3 Impromptu à la Mazur C-Dur op. 2 Nr. 3 00:01:33
4 Prélude A-Dur op. 15 Nr. 1 00:01:42
5 Prélude fis-Moll op. 15 Nr. 2 00:01:00
6 Prélude E-Dur op. 15 Nr. 3 00:01:23
7 Prélude E-Dur op. 15 Nr. 4 00:01:38
8 Prélude cis-Moll op. 15 Nr. 5 00:01:17
9 Etüde fis-Moll op. 8 Nr. 2 00:01:45
10 Etüde H-Dur op. 8 Nr. 4 00:01:45
11 Etüde E-Dur op. 8 Nr. 5 00:02:26
12 Etüde gis-Moll op. 8 Nr. 9 00:05:20
13 Guirlandes op. 73 Nr. 1 00:03:04
14 Flammes sombres op. 73 Nr. 2 00:02:32
15 Scherzo C-Dur op. 46 00:01:41
16 Poème op. 44 Nr. 1 00:01:29
17 Poème op. 44 Nr. 2 00:01:08
18 Impromptu Fis-Dur op. 12 Nr. 1 00:04:44
19 Impromptu b-Moll op. 12 Nr. 2 00:05:00
20 Prélude g-Moll op. 27 Nr. 1 00:01:41
21 Prélude H-Dur op. 27 Nr. 2 00:01:08
22 Fantasie h-Moll op. 28 – Moderato 00:09:37

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Klavier
 
CTH2632;4003913126320

Bestellen bei jpc

label_1125.jpg
→ Katalog und Neuheiten

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc