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CD-Besprechung

L.v. Beethoven • J.N. Hummel • B. Bortolazzi • G. Leoné

Clavier 1 CD Clavier 3

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 26.01.09

Clavier Clavier 3

1 CD • 69min • 2007

Der Reiz der exotischen Instrumentenkombination prägt diese Veröffentlichung. Die aus der italienischen Volksmusik stammende Mandoline hielt in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts Einzug in die Kunstmusik. Schon damals waren die Meinungen geteilt: Während die einen von „ärmlichem Gezirp“ sprachen, lobten die anderen den „gefühlvollen Ausdruck“ des Instruments. Sein etwas drahtiger Klang mischt sich erstaunlich gut mit dem des historischen Hammerflügels (wozu auch die einfühlsame Tonregie dieser in Zusammenarbeit mit dem SWR entstandenen Einspielung beitragen mag), so dass es verständlich erscheint, dass Komponisten wie Ludwig van Beethoven und Johann Nepomuk Hummel sich dieser Besetzung annahmen.

Bei dem sechundzwanzigjährigen Beethoven war es jedoch noch ein anderer Grund, der ihn zur Komposition animierte: die Bekanntschaft mit der jungen Gräfin Josephine von Clary-Aldringen, einer begabten Sängerin und Mandolinen-Spielerin, der er seine vier kurzen Werke für Mandoline und Pianoforte – von denen das Andante mit Variationen das gehaltvollste ist - widmete. Weiträumiger disponiert ist die Grande Sonate per Piano Forte con accompagnamento di Mandolino von Hummel, ohne Frage das bedeutendste Werk dieser Sammlung, mit einem bezaubernden Siziliano und einer Fülle von reizvollen melodischen Gedanken und unerwarteten harmonischen Wendungen in den Ecksätzen.

Zu verdanken war die Verbreitung der Mandoline vor allem reisenden Virtuosen wie dem Neapolitaner Gabriele Leoné, der in Paris als „Maitre de mandoline“ des Duc de Chartres tätig war, oder Bartolomeo Bortolazzi, der England und Deutschland bereiste und sich 1805 in Wien niederließ. Beide sind auf der CD mit eigenen Kompositionen vertreten, wobei die Sonate von Loné sehr originelle Züge trägt und sein Air mit Variationen – das einzige Solostück des Programms – alle Möglichkeiten der Mandoline eindrucksvoll vor Ohren führt.

Denise Wambsganß und Gerrit Zitterbart, beide Meister ihres Instruments, sind ein bestens eingespieltes Duo. Sie werfen sich geschickt die Bälle zu und regieren sensibel auf jede Nuance im Spiel des anderen. Für Freunde ausgefallener Kammermusik ein ungetrübtes Vergnügen.

Sixtus König † [26.01.2009]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 B. Bortolazzi Sonata pour le Piano-Forte avec accompagnement d'une Mandoline op. 9 00:11:31
4 L.v. Beethoven Sonatine C-Dur WoO 44a 00:02:33
5 Sonatine c-Moll WoO 43a 00:04:47
6 Adagio ma non troppo Es-Dur WoO 43b 00:04:35
7 Andante con variazioni D-Dur WoO 44b 00:08:56
8 G. Leoné Sonate A-Dur op. 2 Nr. 2 für Mandoline und Klavier 00:11:17
11 Air mit Variationen über L'avez vous vu mon bien aimé 00:07:22
12 J.N. Hummel Grande Sonata per Piano Forte con accompagnamento di Mandolino C-Dur op. 37 00:17:09

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Gerrit Zitterbart Fortepiano
Denise Wambsganß Mandoline
 
Clavier 3;4012652000334

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