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CD-Besprechung

L.v. Beethoven

RCA 1 SACD surround 88697 00655 2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 24.10.06

RCA 88697 00655 2

1 SACD surround • 70min • 2005, 2004

Im Gegensatz zu dem Gepolter, mit dem die Bremer Kammerphilharmonie am Ende des vorigen Jahrtausends unter Daniel Harding eine große Kollektion an Beethoven-Ouvertüren exekutierte – im Unterschied also zu dieser hysterisch informierten Produktion von 1999 fällt die vorliegende Einspielung angenehmer in die Ohren. Was nun freilich nicht besagt, daß Paavo Järvi und das ehrgeizige Kammerorchester der Hansestadt womöglich einen „Beethoven für das neue Jahrtausend” gefunden hätten. Das dürfte vor allem darin begründet liegen, daß es zwar eine Reihe „schöner Stellen” gibt, eine irgendwie schlüssige Gesamtkonzeption der Werke oder gar des Komponisten aber nicht zu verzeichnen ist. Wirklich gut geraten ist beispielsweise der Beginn der zweiten Durchführung (= Coda) im Kopfsatz der Eroica, in der die stelzenden Septimen der Baßstimmen eine fesselnde Phasenverschiebung vom Dreier- zum Zweiertakt zuwege bringen und dann auch noch ein kleiner Walzer aufklingen will; hübsch und verblüffend ist das zierliche Streichquartett, mit dem der Reigen der Finalvariationen beginnt, erhebend sogar das poco andante ab Takt 349, in dem anscheinend die Tiefe und Entschlossenheit nachgeholt werden sollen, die dem Trauermarsch fehlten – einem Satz übrigens, der hier nicht recht zu wissen scheint, wo zwischen Gossec, Berlioz und Liszt er daheim ist.

Problematischer ist die Realisation der achten Sinfonie. Das fragmentierte Auspendeln am Ende des Kopfsatzes und die lapidare Schlußfigur lassen sich nach dem voraufgegangenen, rauschhaften Rasen und Toben nicht überzeugend ausspielen, das Tempo di Minuetto beginnt tatsächlich nach kurzer Zeit zu langweilen (und im Trio wird überdies so pingelig aufs richtige Phrasieren geachtet, daß die Hörner sich an einer besonders „phrasierten Phrase” förmlich verschlucken). Das ist um so bedauerlicher, als zuvor die klanglich wunderbar aufgefächerte Hommage an Mälzels Metronom ganz bezaubernd tickte: Diese entspannte Einstellung hätte dem gesamten Werk gut angestanden...

Rasmus van Rijn [24.10.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 L.v. Beethoven Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 (Eroica)
2 Sinfonie Nr. 8 F-Dur op. 93

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen Orchester
Paavo Järvi Dirigent
 
88697 00655 2;0886970065528

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