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CD-Besprechung

Johann Joseph Fux Barocke Kammermusik am Wiener Kaiserhof Baroque Chamber Music at the Viennese Court

Johann Joseph Fux<br />Barocke Kammermusik am Wiener Kaiserhof<br />Baroque Chamber Music at the Viennese Court

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 23.01.06

OehmsClassics OC 556

1 CD • 60min • 2004

Johann Joseph Fux (1660-1741) gilt als der bedeutendste Komponist des österreichischen Spätbarock. Kaiser Leopold I., selbst ein profunder Musiker, holte Fux 1698 an seinen Hof und förderte ihn, indem er ihn zu Studien nach Rom schickte. Unter seinen beiden Söhnen, Joseph I. und Karl VI., die ihrem Vater auf dem Kaiserthron nachfolgten, vollzog sich der Aufstieg dieses außerordentlich begabten Musikers zum kaiserlichen Hofkapellmeisters, der – durch sein Unterrichtswerk Gradus ad Parnassum – zum Lehrmeister des Kontrapunkts für die nachfolgenden Generationen wurde (auch Wolfgang Amadé Mozart hat nach diesem Buch die Kunst des Kontrapunkts erlernt, die in seinen späten Jahren so reife Früchte tragen sollte).

Für die vorliegende CD hat René Clemencic eine Auswahl aus der Instrumentalmusik von Johann Joseph Fux getroffen, die einen breiten Lichtkegel auf das kosmospolitische Können dieses Meisters wirft: Gegensätzlichkeiten wie der italienische und der französische Stil finden in seinem musikalischen Idiom ebenso Niederschlag wie süddeutsche Traditionen. Darüber hinaus beweist sich Fux als Könner der Klangmalerei, besonders Anklänge an türkische Musik hatten in Wien nach dem Triumph des Prinzen Eugen über die Osmanen offensichtlich Konjunktur (ebenso wie der Kaffee, von dem die flüchtenden Türken einige Säcke zurückgelassen hatten).

René Clemencic verfügt in seinem Streicherensemble über ausgezeichnete Musiker, so beispielsweise die Geiger Hiro Kurosaki, jahrelang Konzertmeister bei William Christies Les Les Arts Florissants, und István Kertész, Primarius des vorzüglichen Festetics-Quartetts. Clemencic selbst gehört zu den Pionieren der Alte-Musik-Bewegung und ist der Kultur seiner österreichischen Heimat eng verbunden. Beste Voraussetzungen also für eine äußerst gelungene Präsentation dieses Großmeisters des österreichischen Spätbarock!

Detmar Huchting [23.01.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J.J. Fux Ouvertüre à 4 Nr. 6 (aus: Concentus musico-instrumentalis)
2 Canzon à 3 K 329
3 Parthia Trio E 64
4 Triopartita K 320
5 Sinfonia à 3 D-Dur K 330
6 Ouvertüre à 4 Nr. 3 (aus: Concentus musico-instrumentalis)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Clemencic Consort Wien Ensemble
René Clemencic Dirigent
 
OC 556;4260034865563

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