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CD-Besprechung

G.A. Paganelli

Hungaroton 1 CD HCD 32233

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 19.05.05

Hungaroton HCD 32233

1 CD • 68min • 2004

Dies ist eine typische Hungaroton-Produktion, bei der man sich nicht ohne eine gewisse Bewunderung fragt, wie sie sich wirtschaftlich trägt. Erstens: Der Komponist und seine hier vorgestellten Werke sind unbedeutend. Giuseppe Antonio Paganelli wurde ca. 1710 in Padua geboren, kam in halb Europa herum – immerhin sind Aufführungen seiner Opern in Venedig, Prag oder Braunschweig belegt –, konnte auch einiges in Paris, Augsburg, Nürnberg und Amsterdam veröffentlichen, doch scheint er, der vorliegenden Einspielung nach zu urteilen, nie über ein ordentliches Mittelmaß hinausgekommen zu sein. Seine Triosonaten für Flöte, Violine und Basso continuo erschienen 1740 in Paris und dokumentieren eine gewisse Unsicherheit, was den Aufbruch in einen neuen musikalischen Stil betrifft; so wirkt das Fugenthema der dritten Sonate unfreiwillig tragikomisch.

Zweitens: Die ungarischen Interpreten spielen sorgfältig, kundig und gefällig. Es ist alles richtig, was sie machen, und doch wirkt die ganze Angelegenheit reichlich spröde. Wenn das Bild erlaubt ist: Die saubere Interpretation riecht nach Kernseife, nicht nach dezentem Parfüm.

Drittens: Auch an der nüchternen Aufnahmetechnik und an der geradlinigen Präsentation gibt es eigentlich nichts zu kritisieren, außer eben, daß sie genauso wenig zur Atmosphäre beitragen wie die Musik und die Interpretation.

Faßt man bisher zusammen, so gibt es keinen triftigen Grund, diese CD zu kaufen. Und gerade das macht stutzig und läßt nach den Motiven dieser Hungaroton-Produktion fragen. Hier sind offenbar überzeugte Liebhaber am Werk, die nicht die Musikgeschichte umschreiben wollen, sondern den Hintergrund beleuchten, von dem sich die großen Komponisten so deutlich abheben. Eben diese Ehrlichkeit weckt Sympathie: Hungaroton wirtschaftet für eine kleine Kundschaft mit keineswegs elitären Ansprüchen und scheint damit zufrieden zu sein.

Theodor Schliehen [19.05.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G.A. Paganelli Triosonate G-Dur op. 1 Nr. 3
2 Triosonate e-Moll op. 1 Nr. 5
3 Triosonate C-Dur op. 1 Nr. 4
4 Triosonate D-Dur op. 1 Nr. 1
5 Triosonate A-Dur op. 1 Nr. 6
6 Triosonate a-Moll op. 1 Nr. 2

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Benedek Csalog Flöte
Laszló Paulik Violine
Balázs Máté Violoncello
Carmen Leoni Cembalo
 
HCD 32233;5991813223326

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