Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

Charles Koechlin

Charles Koechlin

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 27.02.03

SWRmusic 93.045

1 CD • 73min • 2001

Auch wenn Live-Aufnahmen Studioaufnahmen gegenüber häufig vorzuziehen sind, so triftt dies sicherlich vielleicht aber weniger bei Charles Koechlin: Der ausgezeichnete Koechlin-Kenner, der Leiter des Koechlin-Archivs und Booklet-Autor Otfried Nies, weist zu Recht auf Koechlins "utopische Orchestrationsweise" hin, deren mitunter ätherische Klänge sich nur "durch sehr konzentriertes Hören" erschließen. Die Live-Geräusche erschweren dies hier. Schade auch, daß zum Beginn dieser längst überfälligen geplanten Serie von Koechlin-CDs zwei bereits eingespielte Werke gewählt wurden: Der brennende Busch lag bereits in einer SWF-Produktion unter Leif Segerstam vor (Cybelia 812); das Frühlingslaufen wurde überdies aus seinem Gesamtzusammenhang als Finale des großen Zyklus nach Kiplings Dschungelbuch gerissen, den bereits David Zinman vollständig eingespielt hat (RCA 09026 61955 2). Immerhin bestünde noch die Möglichkeit einer weiteren CD, die die ersten vier Teile in Koechlins Anordnung nachliefert (dies wären op. 175, 176, 18 und 159). Angesichts der Detailgenauigkeit von Heinz Holliger wäre dies nur zu begrüßen: Ihm ist Koechlins Werk eine Herzensangelegenheit:

Dynamisch noch differenzierter, mitunter noch ruhevoller als bei Zinman oder Segerstam legt er diese Musik an. Das Orchester geht hörbar angetan mit. Höchst überzeugend, ja regelrecht berückend (Tr. 3!) gelingt ihm Der brennende Busch, besonders auch in puncto Dynamik und Präsenz, Intonation und Zusammenspiel des Orchesters. Aber auch Holligers Einspielung ist für meine Begriffe in der Durchhörbarkeit der Binnenstrukturen (besonders der Streicher) noch nicht optimal, was an der gewählten Aufstellung und den heutigen Instrumenten liegen mag: vielleicht sollte Koechlins Musik einmal auf französischen Instrumenten um 1930 gespielt werden, mit kleineren Blechblasinstrumenten und auf Darmsaiten bei den Streichern.

Das Editing geizt leider mit Einzeltracks: Zumindest die vier Hauptabschnitte des Frühlingslaufens hätten Indices vertragen.

Benjamin-Gunnar Cohrs

9

8

9

Dr. Benjamin G. Cohrs [27.02.2003]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 Ch. Koechlin La course de printemps op. 95 (Sinfonische Dichtung nach Rudyard Kiplings Dschungelbuch; aus: Le livre de la jungle) 00:33:40
2 Le buisson ardent op. 203 (Sinfonische Dichtung nach einer Episode von Romain Rollands Jean-Christophe, Teil 1) 00:12:44
3 Le buisson ardent op. 171 (Sinfonische Dichtung nach einer Episode von Romain Rollands Jean-Christophe, Teil 2) 00:25:54

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Radio-Sinfonieorchester Stuttgart des SWR Orchester
Heinz Holliger Dirigent
 
93.045;4010276012658

Bezug über Direktlink

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

Impressum Kontakt AGBs Datenschutz Haftungsausschluss Mediadaten Sitemap

© Klassik Heute GbR

jpc