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CD-Besprechung

The Organ Encyclopedia
Georg Böhm – Works for Organ

The Organ Encyclopedia<br />Georg Böhm – Works for Organ

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 12.08.02

Naxos 8.555857

1 CD • 79min • 2001

„Georg Böhm – Works for Organ“ steht auf dem Frontcover, erst die Rückseite zeigt den Zusatz „Vol. 1“. Offensichtlich ist also eine Fortsetzung der Einspielung vermutlich aller Orgelwerke Georg Böhms geplant. Nun ist das überlieferte Orgelœuvre Böhms ja nicht so umfangreich – wieso hat man da eigentlich nicht gleich das Gesamtwerk in einer Ausgabe herausgebracht? Da ein Gesamtaufnahmeprojekt durchaus überschaubar wäre, hätte einiges in diesem Fall dafür gesprochen: man müsste die folgenden Volumina – sofern am Gesamtwerk interessiert ist – nicht einzeln nachkaufen und könnte sich überdies gleich einen Gesamtüberblick über Stil und Entwicklung der Orgelkunst Georg Böhms verschaffen.

Wie dem auch sei – das weitaus meiste, was an Orgelwerken überliefert ist, sind Choralvariationen. Insofern ist es nicht überraschend, wenn sieben der elf aufgenommenen Stücke Choralbearbeitungen sind, von denen allerdings allein vier (Ach wie nichtig, ach wie flüchtig: 11’31, Herr Jesu Christ, dich zu uns wend: 9’56, Wer nur den lieben Gott lässt walten: 9’44, Freu dich sehr, o meine Seele: 14’25) zusammen mit mehr als 45 Minuten Spieldauer zu Buche schlagen. Von der Idee her macht es durchaus Sinn, die großen Choralpartitas zusammenzufassen. Zusammenhängend gehört machen sich dabei mit zunehmendem Verlauf jedoch gewisse Ermüdungserscheinungen bemerkbar, zumal Christiaan Teeuwsen sich in der Wahl der Registrierungen – stilistisch durchaus korrekt – eine gewisse Zurückhaltung auferlegt, um eine klanglich möglichst authentische, zeitgerechte Wiedergabe dieser Orgelepoche zu gewährleisten. Vielleicht hätte hier stattdessen die Einbeziehung von einer oder zwei der elf erhaltenen Suiten etwas mehr Kontrast und Abwechslung geschaffen.

Ansonsten ist Christiaan Teeuwsens Spiel souverän und untadelig. Die Disposition der neu gebauten, am 27. Mai 1999 eingeweihten Reil-Orgel in der Bovenkerk zu Kampen, Niederlande, ist angegeben, mehr wird aber über die Orgel nicht mitgeteilt. Der Einführungstext von Christiaan Teeuwens zu Komponist und Werk ist zum besseren Verständnis der einzelnen Stücke durchaus erhellend.

Alfons Hirth [12.08.2002]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G. Böhm Präludium und Fuge C-Dur
2 Ach wie flüchtig, ach wie nichtig (Choralpartita)
3 Präludium F-Dur
4 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend (Choralpartita)
5 Präludium und Fuge d-Moll
6 Wer nur den lieben Gott läßt walten (Choralpartita)
7 Christ lag in Todesbanden (Choralvorspiel)
8 Freu dich sehr, o meine Seele (Choralpartita)
9 Vom Himmel hoch, da komm ich her (Choralvorspiel)
10 Vater unser im Himmelreich
11 Präludium, Fuge und Postludium G-Dur

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Christiaan Teeuwsen Orgel
 
8.555857;0747313585724

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