Klaviertrio op. 96 (Les Visions Fugitives)
Werksätze:
Besetzung:
- Violine
- Violoncello
- Klavier
Einspielungen: 2
Aulis Salinen
Complete Symphonies • Concertos • Chamber Music
cpo 555 792-2
8 CD • 8h 35min • 2002-2005, 2010
09.04.2026 • 9 9 9
Einer der erfolgreichsten finnischen Komponisten zwischen den 1960er und den 2000er Jahren war Aulis Sallinen. Geboren 1935 im heute russischen Karelien, studierte er bei Aarre Merikanto und Joonas Kokkonen und schrieb seine ersten gültigen Werke in recht asketischer Faktur nach der Zwölftonmethode, wie hier die kompakt geformte Mauermusik, die mit Melodiefragmenten beginnt, sich zum Höhepunkt verdichtet und danach wieder pulverisiert. Doch hatte Sallinen immer das Bedürfnis, ein weiteres stilistisches Spektrum unter Einbeziehung der Unterhaltungsmusik, wie er sie in seiner Jugend gepflegt hatte, sowie überhaupt von tonalen Elementen – seien es nun klassische und jazzige Akkorde, freitonale Melodien oder der an Sibelius anknüpfende ‚nordische Ton‘, aber auch die Süßlichkeit des Wiener Tons im Gefolge Gustav Mahlers – zu integrieren. Heute, wo er am 9. April 91 Jahre alt wird, schweigt er als Komponist, und das letzte Werk dieser Sammlung, das wundervoll abgeklärte, maximal sparsam zum Hörer sprechende Klaviertrio Visions fugitives, weist im introvertiert rückschauenden Tonfall schon in diese Richtung.
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cpo 777 814-2
1 CD • 55min • 2010
18.02.2015 • 8 9 8
Unter den finnischen Komponisten zählt er zu den erfolgreichsten, seit er mit knapp 40 Jahren mit seiner Oper Ratsumies (Der Reitersmann) einen durchschlagenden Erfolg erzielt hatte: Aulis Sallinen, der in diesem Jahr 80 Jahre alt wird. Als Zeitgenosse von Arvo Pärt, Giya Kancheli und Mikolaj Górecki teilt er deren Vorliebe für Moll-Tonalität und monumentale Wirkungen aufgrund simpler Bausteine. [...]
