Tanzsuite op. 20
Werksätze:
- I. Foxtrot Sehr rhythmisch, nicht zu rasch
- II. Boston Molto rubato
- III. Tango Sehr lebhaft beginnen - Langsam, wiegendes Zeitmaß
- IV. Shimmy Sehr rhythmisch, etwas gemessen
- V. Quasi Fivestep (Tanzphantasie) Sehr lebhaft und heftig bewegt
Besetzung:
- Klavier
Einspielungen: 1
Grosz
Piano Music • 1
Gottlieb Wallisch
Grand Piano GP927
1 CD • 73min • 2023
15.01.2025 • 10 10 10
Nach Archilochos und Isaiah Berlin kennt der Fuchs viele verschiedene Sachen, der Igel nur eine große. Dieser Einteilung der Künstler und Denker folgend, erscheint der Wiener Komponist Wilhelm Grosz, der, nachdem er vor den Nationalsozialisten hatte fliehen müssen, 1939 viel zu früh im amerikanischen Exil starb, als archetypischer „Fuchs“. Sein Schaffen erstreckt sich auf eine Vielzahl unterschiedlichster Gebiete und spiegelt die Vielseitigkeit seines Autors wieder, der mit einer musikwissenschaftlichen Arbeit über Mozarts Fugen promoviert wurde, als Pianist wie als Dirigent gleichermaßen erfolgreich war, und schließlich zur Ultraphon-Schallplattengesellschaft fand, für die er bis 1933 als Aufnahmeleiter arbeitete. Gleichermaßen traditionsbewusst wie aufgeschlossen für neue Möglichkeiten künstlerischer Aussage, war Grosz das Gegenteil eines weltabgewandten Künstlers, der im stillen Kämmerlein für sich allein und vielleicht noch einen Zirkel Eingeweihter schreibt.
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Weitere Werke: Instrumental-Solo
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- Tanzsuite
- Tanzsuite op. 20
- Viennese Elegy op. 33 Nr. 2
