Giovanni Bononcini
Astarto
Enea Barock Orchestra, Stefano Montanari
cpo 555 591-2
3 CD • 2h 41min • 2022
29.09.2025 • 8 8 8
In London galt der aus Modena stammende, zu seiner Zeit europaweit hochberühmte Giovanni Bononcini (1670-1747) als stärkster Konkurrent Georg Friedrich Händels, heute sind seine 27 Opern fast gänzlich in Vergessenheit geraten. Erst in jüngster Zeit wurden Versuche einer Wiederbelebung unternommen. Während in Bayreuth seine Griselda vor drei Jahren erneut auf den Prüfstand gestellt wurde, brachten die Innsbrucker Festwochen fast zeitgleich seinen Astarto in der Londoner Zweitfassung von 1720 heraus. Der Audio-Mitschnitt dieser Aufführung, den cpo gewissermaßen als „Weltpremiere“ veröffentlicht, macht unter anderem auch deutlich, warum die großen Erfolge Bononcinis seine Zeit nicht überdauerten.
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Pietro Antonio Cesti
La Dori
cpo 555 309-2
2 CD • 2h 41min • 2019
24.08.2020 • 10 10 10
Aus dem anscheinend unermeßlichen Fundus der Barockoper hat man in Innsbruck ein Werk hervorgeholt, das trotz seiner wirren Handlung und seiner beträchtlichen Länge neben den hohen musikalischen Qualitäten auch einigen theatralischen Unterhaltungswert besitzt. Die in meiner Rezension angekündigte Video-Aufzeichnung ist unterdessen bei Naxos erschienen und beweist, dass die Sänger(innen) durchweg auch ebenso gute Schauspieler(innen) sind.
Johann Adolf Hasse
Enea in Caonia
cpo 555 334-2
2 CD • 1h 44min • 2019
28.10.2020 • 8 8 9
Die herzzerreißende Liebesgeschichte der von Aeneas verlassenen Dido, die von Purcell bis Berlioz zahlreiche Komponisten zu Opern und Kantaten inspiriert hat, ist jedem Musikfreund gegenwärtig, doch sie ist nur eine von vielen Stationen auf den abenteuerlichen Irrfahrten des trojanischen Helden
Antonio Vivaldi
Il Suono Ritrovato
Works with obbligato Organ
in Aures CD2501
1 CD • 70min • 2023, 2024
17.05.2025 • 10 10 10
Dass mich eine CD, die ausschließlich Antonio Vivaldi gewidmet ist, nicht zwingend begeistert, dürfte den Lesern bekannt sein. Desto schöner, dass jetzt eine Produktion auf meinen Schreibtisch gelangte, die mir höchste Freude bereitete. Wohl nur die Wenigsten werden wissen, dass Vivaldi gelegentlich eine obligate Orgel in seinen Concerti und Sonaten einsetzte. Wer uns dies ins Bewusstsein ruft, erwirbt sich allein schon durch das Aufzeigen dieser Facette Verdienste. Geschieht es auf die hier dokumentierte Weise muss höchstes Lob die Folge sein.
