Die Preisträger beim 75. Internationalen ARD Musikwettbewerb 2026 stehen fest
Riesiges Publikumsinteresse am Wettbewerb in den Fächern Fagptt, Orgel, Streichquartett und Schlagzeug
Volle Konzertsäle in München und großes weltweites Interesse online: Der 75. Internationale Musikwettbewerb der ARD hat klassische Musik für ein riesiges Publikum live erlebbar gemacht – in München ebenso wie weltweit digital in 18 Livestreams. Jetzt stehen die Preisträgerinnen und Preisträger fest. Sie präsentieren sich vom 16. bis 18. September in drei Konzerten, die in den ARD-Kulturwellen sowie im YouTube-Kanal von ARD Klassik jeweils live übertragen werden. Am Sonntagabend endeten die Wertungsrunden in den Fächern Fagott, Orgel, Streichquartett und Schlagzeug.
Die Preisträger
Im ersten Finale im Fach Orgel erspielte sich William Fielding (Grossbritannien) den ersten Preis. Der zweite Preis ging an Alexis Grizard (Frankreich) und der dritte Preis an Julian Emanuel Becker (Deutschland).
Im Fach Fagott sicherte sich Enrico Bassi (Italien) den Sieg. Den zweiten Preis errang Jappe Dendievel (Belgien). Laure Thomas (Frankreich) wurde mit dem dritten Preis ausgezeichnet.
Den mit 30.000 € am höchsten dotierten ersten Preis im Fach Streichquartett sicherte sich das Viatores Quartet (Deutschland/Großbritannien/Portugal/Türkei). Der dritte Preis ging an das Quartet Fugue (Japan) und das Katarina String Quartet (Kanada/USA). Die Jury entschied sich, keinen zweiten Preis zu verleihen.
Im letzten Finale im Fach Schlagzeug siegte Gabriel Michaud (Frankreich). Der zweite Preis ging an Yuan Xia (China). In diesem Wettbewerb gab es nur zwei Finalteilnehmer.
Gabriel Michaud erhielt auch den ARD-Klassik Medienpreis. ARD Klassik wird mit dem Preisträger 2027 eine hochwertige Medienproduktion für die ARD Mediathek und den ARD Klassik YouTube-Kanal realisieren. In diesem Jahr feierten auch die Musikclips Premiere, die mit der Preisträgerin des letzten Jahres, Pianistin Liya Wang, entstanden.
Diese Clips sind online unter https://www.youtube.com/watch?v=hjwxfl4kG6M und unter https://www.youtube.com/watch?v=sKUxOG0HYGw verfügbar.
Inklusive zahlreicher Sonderpreise von Partnern und Förderern wurden in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von mehr als 210.000 Euro vergeben.
Volle Säle, staunende Jurys und lebendige Livestreams
Mehr als 180 Musiker und Musikerinnen aus 32 Ländern traten auf höchstem künstlerischem Niveau in den vergangenen zwei Wochen beim ARD Musikwettbewerb an.
Martin Grubinger, Vorsitzender Jury im Fach Schlagzeug: „Um bei diesem Wettbewerb spielen zu können, übt man ungefähr anderthalb Jahre. Man legt alles darauf aus und dann geht es auf der Bühne um alles. Schon im ersten Durchgang haben die Kandidaten und Kandidatinnen ein sensationelles Niveau abgeliefert. Die Jubiläumsausgabe des ARD Musikwettbewerbs hat damit endgültig bewiesen, was auch Sir Simon Rattle sagte: 'Das sind die Olympischen Spiele der klassischen Musik'.“
Gespielt wurde in der Münchner Innenstadt in insgesamt sechs Spielstätten, darunter erstmals in der Jesuitenkirche St. Michael, im Amerikahaus und im Literaturhaus.
Meret Forster, künstlerische Leiterin des ARD Musikwettbewerbs:
„2026 war der ARD Musikwettbewerb in der Münchner Stadtgesellschaft so präsent wie nie – von der Messe in St. Michael über ein Café bis hin zu einem Flashmob in der Fußgängerzone. Insbesondere im Fach Orgel war zu spüren: Die Orgel-Community hat seit 15 Jahren auf die Rückkehr der 'Königin der Instrumente' gewartet. Das Interesse des Publikums war so groß, dass wir beim Finale kurzfristig auch die oberen Ränge im Herkulessaal für das Publikum geöffnet haben.“
Große digitale Bühne
Über 18 Livestreams und durch Kooperationen mit der musikalischen Creator-Szene, etwa mit Organist Paul Fey und Multi-Percussionistin Vivi Vassileva, baute der Wettbewerb seine digitale Bühne weiter aus. Die Übertragungen auf dem YouTube-Kanal @ARDKlassik erreichten Musikfans in Deutschland und der ganzen Welt. Über die Social-Media-Kanäle des Wettbewerbs, die Plattformen von ARD Klassik und die Livestreams auf YouTube gelang es zudem, auch in diesem Jahr wieder eine besonders junge, musikbegeisterte Community für den Wettbewerb zu begeistern.
Die Preisträgerkonzerte in München und im Livestream
Nach dem Ende des Wettbewerbs sind die Preisträgerinnen und Preisträger traditionell in Konzerten zu hören. Dieses Jahr spielen sie am 16. September ein Kammerkonzert im Großen Konzertsaal in der Hochschule für Musik und Theater München.
Ein zweites Konzert findet am 17. September gemeinsam mit dem Münchener Kammerorchester im Prinzregententheater statt.
In einem finalen Konzert am 18. September spielen die Preisträgerinnen und Preisträger an der Seite des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Dennis Russel Davies im Herkulessaal der Residenz.
Alle drei Preisträgerkonzerte werden live auf YouTube gestreamt. Sie werden jeweils ab 20.03 Uhr auch deutschlandweit auf den unterschiedlichen ARD Kulturwellen live im Radio übertragen.
Weitere Meldungen vom 15.09.2026
- [15.09.2026] Bayerische Staatsoper erinnert an Bruno Walter
-
Der Dirigent war von 1913 bis 1922 einer der prägndsten Generalmusikdirektoren des Hauses
- [15.09.2026] Die Preisträger beim 75. Internationalen ARD Musikwettbewerb 2026 stehen fest
-
Riesiges Publikumsinteresse am Wettbewerb in den Fächern Fagptt, Orgel, Streichquartett und Schlagzeug
- [15.09.2026] Rosie Aldridge in vier unterschiedliche Frauenrollen
-
Engagements an der Komischen Oper, der Deutschen Oper am Rhein und der Staatsoper Stuttgart
- [15.09.2026] Saisonstart am Staatstheater Regensburg
-
Start mit dem großen Theaterfest am 19. September von 11 bis 16 Uhr

